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Bildergalerien Großer Festumzug zum 700-jährigen Jubiläum
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17:34 01.07.2018
Mit einem großen Festumzug feierten die Westenbrügger das 700-jährige Bestehen ihres Ortes. Quelle: Sabine Hügelland
Westenbrügge

Ein Dorf hat Jubiläum gefeiert. Ein Dorf mit langer Geschichte.

Das Dorf zwischen Kröpelin und Neubukow besteht seit 1318. Das wurde am Wochenende mit einem großen Fest begangen.

Von wegen: „In Westenbrügge geht alles zurügge...“, sagte einst ein Pastor um das Jahr 1900 über das Dorf. Jetzt aber hat Westenbrügge sein 700-jähriges Bestehen gefeiert – mit einem großen Fest. „Wer durch das Dorf fährt, sieht, hier ist so einiges passiert“, betonte am Sonnabend Pastorin Margret Pörksen im Festgottesdienst zum Dorfjubiläum. Sie lobte den Zusammenhalt und das gemeinsame Organisieren des Festes von Kirche, Feuerwehr, Landfrauen, Gemeinde und Einwohnern.

Gisela Prüter, geborene Endrulat, wurde als diejenige ermittelt, deren Konfirmation – 1947 in der Kirche zu Westenbrügge – am weitesten zurück liegt. Sie und Hannes Weymann, 2010 konfirmiert, bekamen von Daniel Ahlers aus der Kirchgemeinde zum Andenken eine Tasse mit Kirchenmotiv überreicht. Nach dem Gottesdienst, der außerordentlich gut besucht war und zu dem der Neubukower Bläserchor der Kirchgemeinde spielte, warteten viele Gäste und Einheimische auf den Beginn des großen Festumzuges.

Allen voran im Umzug rollte eine schmucke Pferdekutsche, der sich hübsche, freche Hexen anschlossen, die früher einem Hexenclub angehörten. Nun engagieren sie sich als Landfrauen und sind mit der Feuerwehr die Hauptorganisatorinnen, wenn das Dorf- und das Wiesenfest anstehen. Des weiteren zogen Jäger – zünftig mit Dackel und auf grünem Moped – im Umzug mit, wie auch FDJler und Pioniere. Auch „schwere Panzer“ aus Pappe gehörten dem Tross an, wie auch Traktoren, Feuerwehr und andere Fahrzeuge. Wer wollte, konnte sich dem Umzug anschließen und mitlaufen.

„Die Kirche ist das älteste Gebäude im Dorf und und somit auch Anziehungspunkt“, meinte Sigrid Kleinert von der Kirchgemeinde. Sie wies auf die Ausstellung in der Kirche hin, die vom Kartographen, Illustrator und Autor Jürgen Pieplow erstellt wurde. Er war für Rostocks 800-Jahrfeier ebenso tätig und trug auch dafür Geschichte zusammen.

Denn Westenbrügge befindet sich „in der Hauptachse“, wie Jürgen Pieplow betonte, auf dem ehemaligen Hanseatischen Botenweg, der sich bis nach Nowgorod erstreckte. Eine hochspannende Ausstellung. Gleichzeitig zeigte Anke Weymann „Westenbrügger Impressionen“. Eine Exposition mit 13 Tafeln, auf denen sie die Geschichte des Dorfes in Wort und Fotografien nachvollzog. „Ich würde mir wünschen, dass die Tafeln einen festen Platz bekommt“, sagte sie.

Vor der Feuerwehr und dem Gemeindehaus war der Platz festlich geschmückt, gab es Speis und Trank. Auch dort spielten die Bläser noch ein paar Lieder, geschützt unter einem Schatten spendenden Baum. „Die Kirchgemeinde spendete Kuchen, die Reddelicher Bäckerei Harms backte die gesponserten Wildschweine“, zählte Landfrau Vera Laser auf.

Immer sei der Ort mit dem Gutshaus verbunden gewesen, der durch die geschichtlichen Ereignisse, mit Zuzug von Umsiedlern und Flüchtlingen und mit der damaligen Gründung des VEG, „vielen Familien eine Perspektive gab“, erklärte Bürgermeisterin Peggy Freyler: „Spätestens hier entstand das Gemeinschaftsgefühl, von dem dieser Ort so sehr profitiert. Eine Verbindung von Menschen, die ihr Leben zusammen gestalten, sich füreinander einsetzen, einer nach dem anderen schaut.“ Dies habe sich deutlich in der guten Organisation des Festes anlässlich der 700 Jahre Westenbrügge gezeigt.

Sabine Hügelland

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