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Jahresurlaub – aber bitte nicht all inclusive!

Post von Porath Jahresurlaub – aber bitte nicht all inclusive!

Bautzner Senf und Schnitzel mit Pommes: Der Alltag im All-Inclusive-Urlaub ist Julia Porath einfach zu deutsch. Die Rostocker Influencerin bloggt in „Post von Porath“ heute darüber, warum Helene Fischer nicht an den Pool gehört.

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„Auch das ist Urlaub – einfach nix tun“, findet Influencerin Julia Porath.

Quelle: Daniel Spieker

Rostock. Habt ihr auch schon euren Jahresurlaub bei der Arbeit eingereicht? Jetzt im Januar, wo es draußen kalt und grau ist, beginnt auch meine Reiseplanung. Wohin es mich verschlägt, weiß ich noch nicht. Was ich weiß: Der Urlaub soll erholsam, sonnig und kulturell interessant sein. Ich will Land und Leute kennen lernen, wie die Einheimischen essen und den Spirit des Landes fühlen.

DCX-Bild

Bautzner Senf und Schnitzel mit Pommes: Der Alltag im All-Inclusive-Urlaub ist Julia Porath einfach zu deutsch. Die Rostocker Influencerin bloggt in „Post von Porath“ heute darüber, warum Helene Fischer nicht an den Pool gehört.

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2017 war ich unter anderem in Spanien, hab’ in einem kleinen, lauten, belebten Restaurant in einer Seitengasse Tapas gegessen. Kleine Leckereien aus der Region wie Chorizo-Salami oder marinierter Ziegenkäse. Ich hatte so viele, dass ich noch einen Beistelltisch brauchte. Ich erinnere mich gern an solche Situationen zurück und fahre genau für solche Abende in den Urlaub.

Deutsch, deutscher, All-Inclusive-Urlaub

Eins passt mir gar nicht: All-Inclusive-Urlaub. Denn: Mal ehrlich, das läuft doch immer so ab: Ich gebe am Flughafen meinen Koffer bei der deutschen Airline ab, steige in die Lufthansa-Maschine mit deutschem Personal, esse mein Vollkorn-Brötchen im Ferienflieger. Danach steige ich in den geführten Transferbus zum Hotel. Dort angekommen: „Guten Tag, herzlich willkommen bei uns. Sie möchten einchecken?“, sagt die nette Rezeptionistin. Natürlich auf Deutsch. Toller Service. Davon sind auch die anderen Urlaubsgäste aus Stralsund, Greifswald, Rostock & Co. begeistert.

Im Fahrstuhl werde ich nach dem Aufstehen mit einem „Moin“ begrüßt und beim Frühstück reicht mir der Kellner noch etwas Bircher-Müsli, das ich auch zu Hause gerne esse. Am Hotelpool sonne ich mich, schalte ab. Ich bin im Urlaub. Ich muss eingedöst sein, denn etwas später weckt mich der Klang von Helene Fischer. Das Hotel hat sich an die deutschen Gäste angepasst und spielt tatsächlich Schlager und Deutsch-Pop-Songs über die Lautsprecher.

Rundum sorglos mit Bautzner Senf und Abend-Stulle

Naja, ich muss sowieso los. Mein Ausflug wartet – und der deutsche Reiseleiter ist überpünktlich. Wow! Ich entdecke wahnsinnig schöne Landschaften, der Safari-Bus fährt uns überall hin und erklärt uns alles über Flora und Fauna. Nach eineinhalb Stunden geht's fix zurück zum Hotel.

12.00 Uhr: Mittagessen. Es gibt landesspezifische Gerichte, etwas milder gewürzt – oder anders gesagt: eingedeutscht. Wem das zu gewagt ist, kann sich auch am Schnitzel-mit-Pommes-Buffet bedienen. Sogar an Bautzner-Senf haben sie gedacht. Schmeckt wie zu Hause. Allgemein fühle ich mich schon wie daheim. Es gibt Nachmittags-Kaffee und Kuchen. Abends Stulle und warmes Buffet.

All inclusive. Das ist meine Türkei-Erfahrung aus 2013. Das Land ist schön, die Menschen sind nett. Aber die Art von Urlaub, das Rundum-Sorglos-Paket, bringt mich nicht dahin, wo ich hin will. In den Urlaub.

Eure #juliaporath

OZ

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