Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bildergalerien Lichterkette für Ernst Moritz Arndt
Mehr Bilder Bildergalerien Lichterkette für Ernst Moritz Arndt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:06 21.02.2018
250 Sympathisanten waren am Freitagnachmittag dem Aufruf der Bürgerinitiative „Ernst Moritz Arndt bleibt“ in Greifswald gefolgt. In der Mühlenvorstadt fanden sie sich um 17 Uhr vor der Stadthalle zu einem Lichterzug zusammen, um so für die Beibehaltung des Namens Ernst-Moritz-Arndt-Universität zu demonstrieren. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Etwa 250 Bürger versammelten sich gestern vor dem Greifswalder Theater. Mit Fackeln, Lampions und Lichterketten zogen sie auf Einladung der BürgerinitiativeErnst Moritz Arndt bleibt“ durch die Mühlenvorstadt. Seit einem Jahr kämpft die BI für den Erhalt des Namens Ernst-Moritz-Arndt-Universität.

Den umstrittenen Publizisten und Historiker hat der Senat der Uni Greifswald zwei Mal, im Januar 2017 und im Januar 2018, aus seinem Patronat entlassen. Die erste Umbenennung wurde wegen Formfehlern vom Bidungsministerium gekippt.

Auch 2018 hofft die BI auf Schwerin, Ministerin Birgit Hesse (SPD) liegen dieses Mal vier Einsprüche vor, die aus iher Sicht zu beanstandende Formalien auflisten.

Der Senatsbeschluss vom Januar stellt die „Arndtianer“ nicht zufrieden. Demnach lautet der offizielle Name zwar nur noch Universität Greifswald. Aber nach einer noch zu beschließenden Ordnung soll im Einzelfall Ernst-Moritz-Arndt-Universität verwendet werden dürfen. Der Bürgerschaftsabgeordnete Peter Multhauf (Linke) spricht von einem angeblichen Kompromiss. Man lasse sich nicht für dumm verkaufen, sagte der einzige Redner des Tages und kritisierte die 27 Senatoren, die für die Umbenennung gestimmt hatten, scharf.

Multhauf stellte den wortgewaltigen Arndt in einer Reihe mit dem 1848 erschossenen Demokraten Robert Blum. Beide hätten im Paulskirchenparlament gesessen und gegen Reaktion und für Freiheit gekämpft. Der Zug stoppte für seine Ansprache in der Robert-Blum-Straße und dann noch einmal vor dem Hause Rudolf Petershagens, der Greifswald 1945 kampflos der Roten Armee übergab. Multhauf erinnerte daran, dass dieser, wie auf seinem Grabstein zu lesen, Ehrensenator der Ernst-Moritz-Arndt-Universität war.

Die Demonstration verlief friedlich. Man werde weiterkämpfen, bis es wirklich weiter Ernst-Moritz-Arndt-Universität heißt, kündigte BI-Sprecherin Grit Wussek an.

Überwiegend ältere Semester gingen im Zug. Darunter waren viele Mitarbeiter der Universität, so eine Reihe emiritierter Professoren wie der frühere Prorektor Hans-Otto Festge. Auch die Personalratsvorsitzende Petra Engler ging mit.

Die Bürgerschaft war neben Multhauf durch Axel Hochschild und Christian Kruse (CDU) vertreten.

Oberdörfer Eckhard

Mehr zum Thema
Leserbriefe Die Ziele des neuen Senats - Arndt im Gestern und Heute

Gunnar Bedrow aus Neuenkirchen

21.02.2018

Die Bürgerinitiative „Ernst Moritz Arndt bleibt“ setzt ihre Demonstrationen gegen die Entscheidung des Senats der Greifswalder Universität zur Trennung von ihrem Patron fort. Sie lädt die Bürger dazu am Freitag ein.

21.02.2018

Bürgerinitiative lädt die Bürger morgen erneut zur Demonstration ein

21.02.2018

Aktuelle und außergewöhnliche Motive aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Rest der Welt.

21.02.2018

Aktuelle und außergewöhnliche Motive aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Rest der Welt.

21.02.2018

Ausstellung zum 700-jährigen Bestehen des Ortes zeigt historische Postkarten aus der Sammlung Günther Hunger.

19.02.2018