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Bildergalerien Mehr als 1000 Besucher beim Burgfest
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17:01 01.07.2018
Spannende Schwertkämpfe boten den Gästen die Männer und Frauen der Berliner Rittergilde. Quelle: Kerstin Schröder
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Neuburg

Zwei Männer laufen mit schreiend aufeinander zu. Sie tragen Kettenhemden und Helme. Ihre Schwerter treffen sich – immer wieder. Dann fängt einer an zu taumeln und sinkt kurz darauf zu Boden. Die Szene endet mit Applaus – denn sie ist Teil des Burgfestes in Neuburg. Das hat mit seinen Ritterkämpfen, Musikern und Gauklern am Sonnabend mehr als 1000 Besucher auf den Thingplatz mitten im Wald gelockt. Auch Jenny Dräger ist mit ihrer Tochter Luana (4) dabei. Es ist ihre Burgfest-Premiere und beide sind begeistert. „Das Fest gefällt uns sehr gut, es bietet viel für Kinder und die ganze Familie“, lobt die Wismarerin, während ihre Tochter mit einem Pony über den Platz reitet.

Die Neuburger feiern auf ihrem Thingplatz. Der soll eine neue Attraktion bekommen: einen zwölf Meter hohen Aussichtsturm aus Holz und Metall.

Auf dem bieten sieben Händler ihre Lederwaren, Kräuter, Öle, Honig, Seifen, Wein, Ziegenprodukte und Selbstgestricktes an. Zudem werden Eierkuchen, Schmalz und Kuchen angeboten. Die Versorgung übernehmen viele ehrenamtliche Helfer aus Neuburg – wie René Hartig. Der 47-Jährige hat auch seine Tochter und seinen Sohn mitgebracht. „Ich helfe seit drei Jahren mit, weil wir eine tolle Gemeinschaft sind“, betont Hartig.

Cheforganisator ist zum ersten Mal Mirko Rink. Anfang des Jahres hat der Neuburger den Vorsitz des Thingplatz-Vereins übernommen. Und er hat eine Neuerung eingeführt: Die Hauptattraktion sind nicht wie viele Jahre zuvor Schwertkämpfer aus Tschechien, sondern von der Berliner Rittergilde. „Die ist deutschlandweit bekannt und bietet den Gästen nicht nur spannende Actionszenen, sondern auch viele Informationen zum Leben der Ritter und zu deren Waffen. Das kommt vor allem bei den Kindern sehr gut an“, erzählt Mirko Rink.

Bei allen ihren imposanten Zweikämpfen sind die Ritter von neugierigen Gästen umzingelt. Die sehen laute, unterhaltsame Duelle. Sehr lange dauern sie aber nicht. Denn die Ausrüstung ist schwer. „Sie wiegt etwa 27 Kilo“, berichtet Volker Berliner, Mitbegründer der Rittergilde. Die ist die größte Gruppe für mittelalterlichen Schaukampf in Berlin und Brandenburg und hat auch Frauen in ihren Reihen wie Julia Stengel (26). „Ich mag Kampfsport“, erklärt sie ihre Leidenschaft für Kettenhemd, Eisenhelm und Schwert.

Besucher, die auf dem Platz eine Burg gesucht haben, sind nicht fündig geworden. „Doch früher hat es eine gegeben“, betont Mirko Rink. Im 12. Jahrhundert ist die Burg Neuburg als Nachfolgerin der Burg Ilow entstanden. Mittlerweile gibt es die nicht mehr. Doch die Neuburger planen eine neue Attraktion auf dem Platz: einen zwölf Meter hohen Aussichtsturm aus Holz und Metall. Wie Bürgermeisterin Heidrun Teichmann (Die Linke) berichtet, habe die Forstbehörde bereits grünes Licht für das Projekt gegeben und 117 000 Euro seien aus einem Förderprogramm bewilligt worden. Doch auch die Denkmalschutzbehörde muss zustimmen – wegen der Bodendenkmäler – und das Bauamt des Kreises. „Wir planen die Einweihung 2019 zu unsere 800-Jahr-Feier. Mal sehen, ob das klappt“, so Teichmann.

Schröder Kerstin

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