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Bildergalerien Pole Kubera holt sich in Stralsund Speedway-EM-Krone
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00:39 16.09.2018
Speedway-Europameisterschaft am Sonnabend in Stralsund. Quelle: Bernd Quaschning/ines Sommer
Stralsund

Der neue Speedway-Junioren-Europameister heißt Dominik Kubera und kommt aus der Speedway-Nation Polen. Der 19-Jährige gab nur einen Punkt ab und holte sich mit 14 Zählern souverän den Titel. Für den polnischen Doppelerfolg sorgte Wiktor Lampart, der sich Silber sicherte. Dritter wurde Frederik Jakobsen aus Dänemark, der seinen Teamkollegen Andreas Lyager noch im letzten Lauf vom Bronzerang verdrängte.

Vor 1600 Zuschauern im Stralsunder Paul-Greifzu-Stadion wurde das polnische Speedway-Ass Dominik Kubera am Samstagabend unter Flutlicht Junioren-Europameister.

Erst auf Platz 5 konnte mit Olegs Mihailovs ein Lette die polnisch-dänische Machtdemonstratiion unterbrechen. Sechster wurde der Schwede Joel Kling.

Der einzige Deutsche, der sich für das EM-Finale in Stralsund qualifiziert hat, war Lukas Fienhage. Er erfuhr fünf Punkte - und war nicht zufrieden. „Ich hatte mir wirklich etwas mehr erhofft, vor allem nach dem Laufsieg“, sagte der junge Niedersachse, der am Mittwoch 19 Jahre alt geworden ist. Er hatte es nach dem Rennen ziemlich eilig, denn er musste sich gelich auf den Weg nach Scheeßel machen, wo am Sonntag die Deutesche Langbahnmeisterschaft anstand. „Eins muss ich aber sagen. Obwohl ich ja in Stralsund bisher quasi als Gegner am Band stand, nämlich mit Brokstedt in der Bundesliga, haben mich die Fans im Stadion toll unterstützt. Das war echt cool.“

Überschattet wurde das Rennen durch einen schweren Sturz. Der Däne Patrick Hansen hatte einen Aufsteiger, bekam das Motorrad nicht mehr unter Kontrolle, und knallte an bzw. auf die Bande. „Das sah wirklich schlimm aus. Aber zum Glück hat sich der Fahrer nichts gebrochen“, sagte Rennleiter Bernd Sagert nach der Veranstaltung.

Auch den 1600 Fans im Stadion stockte für einen Moment der Atem, hatten aber für die längere Pause Verständnis. „Natürlich kriegt man da einen Schreck. Aber trotzdem war das ein geiles Rennen. Hat mir besser gefallen als der Ostsee-Pokal, denn die jungen Wilden schenken sich nichts, fahren in jedes Duell knallhart rein“, so Höft begeistert.

Begeistert war auch der FIM-Jury-Präsident Bjarne Thomsen. „Das war von der Organisation und Durchführung ein Rennen auf Weltniveau“, so sein Urteil für den gastegben MC Nordstern.

Und auch die Ehrengäste waren voll des Lobes. Der Stralsunder Oberbürgermeister begrüßte nicht nur die Fahrer auf Englisch, sondern übergab auch mit die Siegtrophäe, übrigens ein goldenes Kettenbaltt. „Wahnsinn, was die Nordsterne hier auf die Beine gestellt haben. Das war echt spannend. Meine Jungs waren begeistert. Aber ich muss sagen, der Sturz ging mir ganz schöne nahe.“

Unterdessen haben die Fans schon längst gefeiert - mit Feuerfontänen und Höhenfeuerwerk vom MC Nordstern, aber auch mit vielen kleinen selbst mitgebrachten Raketen und Bengalos, was beim Speedway nach dem Rennen übrigens erlaubt ist.

Sommer Ines

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