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Bildergalerien Schlendern und Schlemmen im Schloss
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13:26 21.09.2018
Parow

Es hat sich längst zu einem Publikumsmagneten entwickelt, das kleine, besondere Fest „Gutshaus(air)leben“, zu dem Gemeinde Kramerhof und Storchennest-Verein am Sonntag wieder einladen, und das schon zum vierten Mal. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht das Parower Schloss, das sich letztmalig in unsaniertem Zustand präsentiert. Schon bald sollen die Bauarbeiter anrücken und den Dornröschenschlaf beenden, denn das Gutshaus soll zum schicken Verwaltungssitz des Amtes Altenpleen umgebaut werden.

Das kleine Fest „Gutshaus (air)leben“ ermöglicht am Sonntag in Parow (Vorpommern-Rügen) noch mal den Blick ins unsanierte Gutshaus, bevor es umgebaut wird. Doch es warten auch jede Menge andere Erlebnisse, zum Beispiel in der Gärtnerei.

Wer am Sonntag in Parow vorbeischaut, wird also die letzten Führungen durch das Gutshaus erleben. Der geschichtliche Spaziergang durchs Schloss erfolgt 12 und 15 Uhr. Klaus Pöttrich, der ehemalige Chef der Entwicklungsgesellschaft, führt die Gäste durchs Haus, das 1860 erbaut wurde.

Doch der Einstieg in den Tag erfolgt bereits um 10.30 Uhr in der Kapelle gleich neben dem Schloss mit einer Andacht. Und die hält Pastor Dietmar Prophet auf Platt. Die Jagdhornbläser aus Bremerhagen sorgen danach für den „Aufbruch in den Tag“. 11.30 Uhr werden die Gastgeber, Kramerhofs Bürgermeister Christian Seide (parteilos) und Storchennest-Vereins-Chefin Anke Ehrecke, die Gäste begrüßen und durchs Programm führen. Während die erste Gruppe durchs Gutshaus schlendert, stellt Petra Feyerherd in Gutshaus und Garten ihre Kunst vor.

Gleichzeitig wird im alten Kutschstall eine Ausstellung gezeigt mit Aufnahmen zum historischen Gutshof-Ensemble. 13 Uhr stellt Bildhauer Nando Kallweit sein Projekt vor „Anmutende Ästhetik einer kulturgeschichtlichen Ambition“, Eine Stunde später ist der Volksphilosoph „Bauer Korl“ in Parow zu Gast. 15 Uhr sind die Lütten zum Kinderkino in die Kapelle eingeladen. Zur gleichen Zeit führt Sandra Pöttrich durch die Alte Gutsgärtnerei, die zu neuem Leben erweckt wurde.

Und wer will, kann auch gleich frisches Gemüse mitnehmen – oder andere Produkte aus dem Laden in der sanierten Orangerie, in dem 13  Produzenten der Region ihre Waren anbieten – von Senf über Wein, Müsli, Saft bis hin zu Honig, Kaffee oder Ölen, Hunde-Keksen oder Bio-Fleisch. Übrigens wird der Bienenkönig gleich mal zeigen, wie das Schleudern des Honigs funktioniert. Die Kaffeerösterei Rost, die von Nisdorf nach Barth gezogen ist, bietet frisch gebrühten Lupino an, Kaffee aus Lupinen. Überhaupt können die Gäste nicht nur schlendern, sondern schlemmen. Vom Stockbrot für die Lütten bis zu Kreationen aus Kürbis und Zucchini. Und das Café der Gärtnerei sorgt für leckeren Kuchen. Es gibt aber auch noch lukullische Überraschungen.

Parow ist geschichtlich eng verbunden mit dem Namen des Gutsherren Carl Friedrich Freiherr von Langen. Er wurde 1936 Olympiasieger im Reiten. An der Person scheiden sich oft die Geister. Deshalb versucht Dr. Gerhard Grasmann in seinem Vortrag eine kritische Bewertung.

Mit einem Defa-Klassiker wird bereits am Samstagabend auf das Fest „Gutshaus(air)leben“ eingestimmt. Der Landkino-Verein aus Niepars zeigt „Heißer Sommer“, und da gibt es ein Wiedersehen mit Chris Doerk, Frank Schöbel und Marianne Wünscher. Das Freilichtkino vor der Kulisse des Gutshauses startet um 18 Uhr (Eintritt vier Euro).

Übrigens: 1860 wurde das Gutshaus-Ensemble errichtet. Das Haupthaus – zweigeschossig und sechsachsig – entstand im englischen Landhausstil und ist eine Kombination aus Backstein, Putz und Haustein, die Kapelle wurde angebaut.

Einige Wirtschaftsgebäude gehören zum Ensemble. Der ehemalige Marstall ist Pension, und aus dem Reitstall wurde zwischenzeitlich eine Gaststätte. Aus der Göpelscheune wurde mittlerweile die Minimanufaktur. Die Gutsarbeiterhäuser sind auch heute noch bewohnt.

1910 wurde die Gärtnerei gebaut. Bis 1974 wurde hier Gemüse produziert. Das Gebäude mit Orangerie wurde von Gemeinde und Storchennest-Verein wieder belebt. Was dort produziert wird, kommt frisch in die Regale des Erzeugerverbundes, und die befinden sich im sanierten Gärtnereigebäude, das Sonntag natürlich geöffnet hat.

Ein Ausflug zur Gutsgärtnerei lohnt sich

Gärtnerei am Gutshaus - das ist seit dem Frühjahr in Parow ein Projekt des Storchennest-Vereins Niepars, zu dem nicht nur Obst- und Gemüseanbau gehören, sondern auch ein Cafe und Angebote des Erzeugerverbundes. Gemeinsam mit der Minimanufaktur gibt es Kinderküche und andere Veranstaltungen für Groß und Klein. 

3 Mitarbeiter kümmern sich um Gärtnerei, Erzeugerangebote und viele andere Dinge rund um das Projekt. „Wir arbeiten dabei sehr gut mit der Gemeinde zusammen. Mit Kramerhof macht es Spaß, Ideen zu entwickeln und umzusetzen“, sagt Storchennest-Geschäftsführerin Anke Ehrecke

Ein Ausflug nach Parow lohnt sich (Parkplätze vor dem Schloss). Frisches Obst und Gemüse kann man in den Regalen des Erzeugerverbundes finden, geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr, Infos unter ☎ 03831/3074783. Wer sich für die Gärtnerei interessiert, ist bei Sandra Pöttrich richtig. Zum Erlebnistag am Sonntag öffnet der kleine Laden natürlich.

30 Plätze hat das Cafe mit Außenterrasse. Es lädt Sonntag, Dienstag bis Donnerstag von 11.30 bis 16.30 Uhr sowie freitags und samstags von 11.30 bis 21.30 Uhr ein, Infos unter ☎ 03831/3085618. 

Der Parower Rezept-Tipp für gefüllte Patisson-Kürbisse: 8 Minikürbisse Patisson, 250 Gramm Schafskäse, Zitronen Olivenöl, 60 g getrocknete Tomaten, 4 Scheiben Bauernbrot, Butterschmalz und Olivenöl für die Auflaufform. Kürbis waschen, Deckel ab, aushöhlen, mit Zitronenöl einpinseln, Pfeffer, Salz dazu. Brotscheiben würfeln und im Schmalz kross braten. Käse und Tomaten schneiden und mit Brotwürfeln mischen. Masse in die Kürbisse füllen, dann 15 bis 20 Minuten bei 200 Grad garen. Mit frischen Kräutern servieren.

Sommer Ines

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