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Deine Tierwelt Das West-Nil-Virus ist da
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00:00 28.09.2018
Schwerin/Rostock

Vier Wochen nach dem bundesweit ersten Fall ist das West-Nil-Virus (WNF) erstmals in Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht. Es wurde bei einer toten Amsel aus dem Landkreis Rostock nachgewiesen, wie das Umwelt- und Agrarministerium in Schwerin gestern mitteilte. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurde das Virus in Deutschland mittlerweile bei insgesamt sieben Vögeln nachgewiesen. Zudem wurde der Erreger kürzlich bei einem verendeten Pferd in Brandenburg registriert.

Überträger: Eine Mücke saugt Blut aus der Haut. Quelle: Foto: A. Lander/dpa

Erstmals war das auch für Menschen gefährliche Virus Ende August bei einem Bartkauz im Zoo von Halle (Saale) nachgewiesen worden. Das West-Nil-Virus kann von Mücken auf Menschen übertragen werden und in seltenen Fällen schwere Infektionen bis hin zum Tod verursachen. Die meisten Infektionen verlaufen allerdings unbemerkt, in einigen Fällen treten Kopf- und Gliederschmerzen auf.

Bei Vögeln verlaufe eine Infektion meist symptomlos, erläuterte das Friedrich-Loeffler-Institut, das tote Vögel auf das Virus untersucht. Eine Reihe von Vogelarten sei jedoch empfänglich für den Erreger, so dass es zu massiven Epidemien mit Todesfällen kommen könne.

In Brandenburg ist den Behörden ein infiziertes Pferd gemeldet worden, so der NDR. Bei Pferden kann das Virus dauerhafte neurologische Schäden hervorrufen. Bei 22 bis 44 Prozent der infizierten Pferde verlaufe die Krankheit tödlich. Die EU hat für Pferde aber Impfstoffe gegen das West-Nil-Virus zugelassen. Für Vögel oder Menschen gibt es keine Vorsorgemöglichkeiten.

Das Landes-Umweltministerium ruft unterdessen dazu auf, tote Vögel den Veterinärbehörden zu melden. Das gelte vor allem bei Ansammlungen toter Vögel. Hautkontakt mit toten Vögeln solle vermieden werden.

OZ

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