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Familie Diakonie wirbt schon für Pflegehotel
Mehr Familie Diakonie wirbt schon für Pflegehotel
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08:02 05.12.2017
Im Bild das nahezu vollständige Team des Wolgaster Diakonie Pflegedienstes; links Pflegedienstleiterin Beate Kunze-Voß. Die Sozialstation soll nach dem von der WGW beabsichtigten Umbau des Wohnblocks ebenfalls in die Hufelandstraße 8/9 umziehen. Quelle: Foto: Privat
Wolgast

Die Wohnungsgenossenschaft Wolgast (WGW) erwartet demnächst vom Landkreis die Genehmigung für den geplanten Umbau des Wohnhauses Baustraße 22/Hufelandstraße 8/9 in Wolgast-Nord zu einer Anlage für „Betreutes Wohnen“. „Wir müssen allerdings selbst noch einige Unterlagen an das Kreis-Bauamt nachreichen“, räumt WGW-Geschäftsführer Ralf Pens auf Anfrage ein.

Die Wohnungsgenossenschaft Wolgast wartet auf die Genehmigung zum Umbau des Wohnblocks Baustraße 22/Hufelandstraße 8/9. Für drei Millionen Euro sollen in dem Objekt 25 barrierefreie Wohnungen, sechs Appartements und die künftige Sozialstation des Diakonie-Pflegedienstes entstehen.

2018 solle Baubeginn sein und im Herbst des Folgejahres das Objekt seiner neuen Bestimmung übergeben werden.

In den Obergeschossen des Wohnblockes sollen laut Pens 25 barrierefreie Wohneinheiten entstehen, die von der WGW vermietet werden. Der Zugang werde sich an der Baustraße befinden. Im Erdgeschoss hingegen seien sechs Appartements für „Betreutes Wohnen“ und eine Sozialstation geplant, die über einen Eingang von der Hufelandstraße her zu erreichen sind. Die Appartements und die Station würden an die Diakonie Pflegedienst gGmbH vermietet und fortan auch durch sie betrieben. „Die Bausumme beläuft sich auf insgesamt rund drei Millionen Euro“, so der Geschäftsführer.

Im Dezember 2015 zog die Sozialstation der Diakonie von der Karl- Zimmermann-Straße 11 in die Maxim-Gorki-Straße 4 in Wolgast- Nord um. Dies, so teilte jetzt Pflegedienstleiterin Beate Kunze-Voß der Kirchengemeinde mit, sei nur eine Zwischenlösung. „Die Nachfrage nach speziellen Angeboten, zum Beispiel Pflegehotel, betreutem Wohnen und auch Tagespflege, ist nach wie vor sehr groß. Das erleben wir immer wieder, besonders nachdem unser Pflegehotel nicht mehr existiert“, heißt es im jüngsten Gemeindebrief.

Um auf die Nachfrage reagieren zu können, werde sich dank der von der WGW beabsichtigten Investition der Diakonie-Pflegedienst in naher Zukunft diesen Aufgaben wieder widmen, kündigt Beate Kunze-Voß

an, die seit nunmehr drei Jahren die Sozialstation der Diakonie in Wolgast leitet. Neben den geplanten altersgerechten Wohnungen werde es in dem umzubauenden Komplex wieder ein Pflegehotel und eine Tagespflege geben, so dass der Pflegedienst wieder in allen Versorgungsbereichen tätig sein könne. Auch die Diakonie Sozialstation werde nach der Fertigstellung in die neuen Räumlichkeiten verlegt.

Wer Interesse an dem künftigen Angebot in der Hufelandstraße 8/9 hat, kann sich bereits jetzt beim Diakonie Pflegedienst in der Gorki-Straße melden, um weitere Informationen zu bekommen. Die Sozialstation ist unter ☎ 03836/ 202561 zu erreichen. Nach Angaben der Pflegedienstleiterin sind beim Diakonie Pflegedienst in Wolgast gegenwärtig 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Aktuell würden 82 Patienten in und um Wolgast ambulant, also in ihrer Häuslichkeit, betreut, was pflegerische, hauswirtschaftliche und behandlungspflegerische Leistungen angeht. Zwei Mitarbeiterinnen hätten sich in den Bereichen Pflegeberatung und Wundmanagement weitergebildet. Somit könnten sie nunmehr Patienten und Interessenten speziell beraten beziehungsweise Wunden gemäß neuesten Erkenntnissen versorgen.

Wie berichtet, soll sich auch das nähere Umfeld des umzubauenden Wohnblocks positiv verändern, indem die Schulruine an der Hufelandstraße verschwindet. Die Stadt Wolgast kündigte an, diese Immobilie vom Landkreis zu erwerben und für einen Abriss zu sorgen. Die Stadtverwaltung hatte in der Vergangenheit mehrfach auch auf Gefahren aufmerksam gemacht, die von der Ruine ausgingen. Mit dem Rückbau wären die Tage für den größten Schandfleck in Wolgast- Nord gezählt.

Tom Schröter

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