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Familie Kita-Kosten: SPD und CDU wollen Eltern entlasten
Mehr Familie Kita-Kosten: SPD und CDU wollen Eltern entlasten
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00:00 18.05.2017

Die finanzielle Belastbarkeit der Eltern, deren Kinder die städtische Kita „Am Lustgarten“ besuchen, sei längst erreicht, kritisiert Jörg Bibow, Vorsitzender der Fraktion grevesmühlen.jetzt. Für die Betreuung ihrer Kleinen müssen sie aufgrund neuer Entgeltverhandlungen tiefer in die Tasche greifen – die Stadtverwaltung schlägt bis zu 60 Euro mehr im Monat vor. Für einen Krippenplatz (ganztags) sollen es 393,84 Euro im Monat werden, für einen Teilzeitplatz 266,19 Euro. „Mit Verpflegungsgeld kommen Eltern schnell auf mehr als 400 Euro im Monat“, rechnet Stefan Baetke, Stadtvertreter und Vorsitzender der SPD-Fraktion, vor. Zu viel, meint er. Und damit ist er nicht allein. Die Stadt gebe so viel Geld für andere Sache aus, „aber für die Kinder haben wir nichts übrig“, so Jörg Bibow. Ähnlich sieht das Ralf Grote (CDU). Beide Fraktionen, SPD und CDU, forderten auf der jüngsten Stadtvertretersitzung am Montagabend mit einem gemeinsamen Antrag eine pauschale finanzielle Unterstützung für Krippenkinder – 25 Euro monatlich für einen Ganztagsplatz und 15 Euro für einen Teilzeitplatz. Eine Gebührensteigerung ist für die Eltern damit zwar nicht verhindert, aber die Eltern zahlen für einen Ganztagsplatz statt 60 Euro mehr im Monat dann „nur“ noch 35 Euro mehr. Die Stadtvertreter befürworteten diesen Antrag mehrheitlich.

Entlastet werden sollen aber nicht nur Eltern, deren Kinder die städtische Einrichtung besuchen. „Für Krippenplätze in privaten Einrichtungen, bei denen sich aufgrund der aktuellen Entgeltverhandlungsergebnisse höhere Elternbeiträge als bei der städtischen Kita ergeben, soll der Zuschuss ebenfalls gezahlt werden“, so Baetke. Gelten soll die Regelung für zwölf Monate rückwirkend ab dem 1. Mai. Für den städtischen Haushalt würde das eine Mehrbelastung von 17000 Euro bedeuten. Der Vorschlag der beiden Fraktionen: Den Aufwand aus Mehreinzahlungen aus der Gewerbesteuer in 2016 zu decken. Doch zuvor sind noch zwei wichtige Schritte zu nehmen: Der aktuelle Haushalt muss genehmigt werden und der Kreis muss dem Vorschlag der SPD- und CDU-Fraktion zustimmen.

Jana Franke

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