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Familie Neuer Jugendtreff in der Warteschleife
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00:01 18.10.2017
In diesen Containern ist bislang der Admannshäger Jugendtreff untergebracht. Sie sollen einem Neubau weichen. Quelle: Foto: Lennart Plottke
Bargeshagen

Eigentlich sollten in Admannshagen längst die Abriss-Bagger rollen. Die alten Container im Mitteldorf, in denen aktuell noch immer der Jugendtreff untergebracht ist, sollten einem zweigeschossigen Neubau weichen. Hier plant die Gemeinde auf 250 Quadratmetern ein modernes Mehrgenerationenhaus. Doch die Arbeiten verzögern sich. „Es fehlt noch immer die Baugenehmigung“, sagt Bürgermeister Eduardo Catalán (FDP). „Das ist offenbar ein schwieriger Prozess.“

„„Alle schreien im- mer, dass Kinder unsere Zukunft sind – aber wenn es dann konkret wird, sind sie für das Umfeld meist problematisch.“Eduardo Catalán (FDP) Bürgermeister Admannshagen
„„Es ist schon Ausdauer gefragt – immerhin wurde uns zugesagt, dass die Container im November abgerissen werden.“Kerstin Reich Leiterin Jugendtreff

Wirklich nachvollziehen könne er die Hängepartie nicht, macht Catalán deutlich: „Alle schreien immer, dass Kinder unsere Zukunft sind – aber wenn es dann konkret wird, sind sie für das unmittelbare Umfeld meist problematisch.“ Immer wieder müssten Unterlagen nachgereicht, geprüft und abgewogen werden, weil es sich hier nach der Landesbauordnung MV um einen sogenannten Sonderbau handele, erklärt Catalán: „Das zieht sich.“

Es sei schon Ausdauer gefragt, sagt auch Jugendtreff-Leiterin Kerstin Reich: „Immerhin wurde uns zugesagt, dass die Container im November abgerissen werden – das ist zumindest der aktuelle Stand.“

Der Eröffnungstermin im kommenden Frühjahr solle in jedem Fall gehalten werden, stellt Eduardo Catalán klar: „Wir sind voll in der Planung, im nächsten Monat läuft die Ausschreibung.“ Ein Grund für den Optimismus: Das neue gemeinsame Haus für Kinder, Jugendliche und Senioren soll zum großen Teil in Fertigbauweise errichtet werden. „Dieses Konzept haben wir jetzt zum ersten Mal durchgesetzt“, sagt Catalán. „Wir lassen uns das Haus komplett aus einer Hand hinstellen.“ Vorteil: „Man ist nicht auf mehrere Anbieter angewiesen, hat von Anfang an einen festen Preis.“

Insgesamt werden in Admannshagen knapp 576 000 Euro investiert – die Landesregierung in Schwerin unterstützt das neue Mehrgenerationenhaus mit einer Zuwendung in Höhe von 432000 Euro. „Eine Förderung von 75 Prozent – das ist schon enorm“, meint Catalan. „Damit können wir endlich auch das Provisorium für unseren Jugendclub beenden.“ Denn seit nunmehr 19 Jahren treffen sich im Mitteldorf die jungen Leute in alten Containern. „Die haben wir damals von der Sparkasse übernommen“, erinnert sich Catalán. „Eigentlich nur als Übergangslösung.“

Immerhin gut 20 Kinder und Jugendliche würden sich regelmäßig in Admannshagen treffen, um hier gemeinsam ihre Freizeit zu verbringen, sagt Kerstin Reich: „Da stoße ich allein aus Platzgründen schon an Grenzen.“ Das neue, zweigeschossige Gebäude soll in mehrere Funktionsbereiche unterteilt werden. So wird es hier unter anderem Räume für gemeinsame Gespräche, Lesungen, Hobbys, Ausstellungen und auch eine kleine Werkstatt geben. Ein großer Gemeinschaftssaal mit Küchenzeile, ein Hausanschluss-Raum und eine barrierefreie WC-Anlage sind im Erdgeschoss geplant. Im Obergeschoss werden – ausschließlich für den Nachwuchs – mehrere Kreativ-Räume und ein Sanitärbereich entstehen.

In der Zwischenzeit müsse auch die Frage geklärt werden, wo die Kinder in der Zwischenzeit unterkommen könnten, betont Kerstin Reich: „Die Gemeinde bringt sich hier gut mit ein.“ So gebe es die Möglichkeit, für den Club vorübergehend Container aufzustellen, sagt die Leiterin: „Insbesondere der Sozialausschuss-Vorsitzende Hans-Peter Stuhr ist hier sehr rührig – jetzt müssen wir nur noch einen geeigneten Standort finden.“

250Quadratmeter

Nutzfläche

wird das neue

Mehrgenerationenhaus

in Admannshagen

haben.

Das zweigeschossige Gebäude

soll in mehrere

Funktionsbereiche

unterteilt werden.

So wird es hier unter

anderem Räume

für Ausstellungen,

Lesungen und auch

eine kleine Werkstatt

geben. Ein großer

Gemeinschaftssaal

mit Küchenzeile und

eine barrierefreie

WC-Anlage sind im

Erdgeschoss geplant. Im Obergeschoss

werden mehrere

Kreativ-Räume und ein Sanitärbereich

entstehen.

Geplanter

Eröffnungstermin:

Frühjar 2018.

Lennart Plottke

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