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Familie Rostocker radeln für den guten Zweck
Mehr Familie Rostocker radeln für den guten Zweck
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00:10 24.02.2017
FahrradJäger-Geschäftsführer Martin Jäger übergibt Jaqueline (17), Andrea (12) und Lucas (13) die gespendeten Fahrräder. Quelle: Foto: Lea-Marie Kenzler

Fahrradfahren gehört für viele Menschen zum Alltag. Sie verstehen sich als Freiheitsliebhaber, Sportler und Verkehrsteilnehmer. Grundvoraussetzung dafür ist der Besitz eines Fahrrads – eine Selbstverständlichkeit? Im Kinderheim des DRK in Lütten Klein sind Fahrräder Mangelware. Nicht jedes Kind kann sich dort wie selbstverständlich auf ein Fahrrad setzen. Das junge Rostocker Unternehmen FahrradJäger hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um zu helfen.

„Kilometer erradeln für den guten Zweck, das war unser Anliegen“, eröffnet Frank Melz (33) die Übergabeaktion im Kinderheim. Der Pressebeauftragte von FahrradJäger erklärt die Online-Spendenaktion.

Die Teilnehmenden aus ganz Deutschland treten kräftig in die Pedale und übermitteln dann regelmäßig ihren Kilometerstand online. Nach nur zwei Monaten kamen so 100000 gefahrene Kilometer zusammen. „Wir starten damit eine bundesweite Aktion, die ihren Anfang in Rostock findet. Die 400 Teilnehmer haben uns stark beeindruckt“, sagt Melz. Besonders stolz seien die FahrradJäger auf die Kooperation mit Bike Market, die sofort bereit waren, zu helfen. Für zehn gefahrene Radkilometer spenden der Fahrradhändler und die Initiatoren fünf Cent. Von der Spendensumme über 500 Euro konnten zwei neue Fahrräder angeschafft werden, die das DRK-Kinderheim für seine Schützlinge entgegennimmt. André Albrecht (58) ist kaufmännischer Leiter bei Bike Market und betont, wie wichtig es sei, ein sicheres Verkehrsmittel zu haben. „Die gespendeten Fahrräder erfüllen alle Sicherheitskriterien, wir haben auch eine moralische Verantwortung“, sagt Albrecht. Nicht nur sportlich, sondern auch sozial möchte das Fahrradhaus Engagement zeigen. Als regionaler Betrieb stecke besonders viel Herzblut in lokalen Projekten.

Im Kinderheim ist die Aufregung groß, als die nagelneuen Fahrräder zur Übergabe vorbereitet werden. Viele Kinder lassen sich das Ereignis nicht entgehen. Die stellvertretende Leiterin des Jugendhilfebundes, Anja Kahl, teilt die Freude der Kinder. „Wir haben den Sponsoren viel zu verdanken“, sagt die 36-Jährige. Zahlreiche Anliegen seien nur durch Sponsorengelder zu finanzieren gewesen. Bevor Lucas (13), Jaqueline (17) und Andrea (12) die erste Runde mit den neuen Fahrrädern drehen, haben sie aber noch etwas vorbereitet. „Wir möchten uns bei Ihnen bedanken“, sagt Andrea und überreicht das gemeinsam gestaltete Fahrrad-Kunstwerk für die Sponsoren.

Zwei Fahrräder sind erst der Anfang des Spenden-Projekts. Martin Jäger, FahrradJäger-Inhaber, kündigt schon die nächste Runde an. „Wir wollen Fahrradfahrer vernetzen und fangen gern bei den Kleinsten an“, so der 31-Jährige.

Das Unternehmen im Detail

FahrradJäger ist ein junges

Rostocker Unternehmen. Mit ihrer Diebstahlsicherung für Fahrräder

haben sie ein einzigartiges Produkt entwickelt. „Insect“ heißt der Wächter für das Rad und verbindet die Community mit einer App. Das Gerät wird zum Peilsender, sobald es sich bewegt. Dank Alarmsicherung und automatischer Standortübermittlung können viele Fahrradliebhaber

in Zukunft ruhiger schlafen.

Lea-Marie Kenzler

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