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Vandalen beschmieren Stein mit Fett

Bad Doberan Vandalen beschmieren Stein mit Fett

Anwohner befürchten Gesundheits- und Umweltschäden / Stadt Bad Doberan reagiert verhalten

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Stein des Anstoßes: Auf diesem Findling im Doberaner Wohngebiet spielen oft Kinder – jetzt wurde er beschmiert.

Quelle: Fotos: Lennart Plottke

Bad Doberan. Das ist ein Streich der übelsten Sorte. Vandalen haben jetzt einen großen Findling am Doberaner Ebereschenweg beschmiert. Fein säuberlich mit Dutzenden Pinselstrichen. „An diesem Stein spielen oft kleine Kinder“, ist Anwohnerin Katja Reimer (Name geändert) entsetzt. „Wenn die mit diesem Zeug in Berührung kommen, kann das sehr gefährlich werden.“

Offenbar handele es sich bei der aufgebrachten Substanz um Schmierfett, so Reimer: „Noch genauer um Wälzlagerfett – hat zumindest ein Nachbar gesagt, der aus der Branche kommt.“ Das Problem: Die zähflüssige, klebrige Masse kann bei falscher Anwendung umwelt- und vor allem gesundheitsschädlich sein. „Das ist keine Bagatelle mehr“, meint die zweifache Mutter und schüttelt den Kopf. Deshalb habe es bereits eine Anzeige gegen unbekannt gegeben.

Einige Nachbarn hätten in den vergangen Tagen versucht, den Stein mit einem Fettlöser zu reinigen, sagt Reimer: „Das hat aber nicht funktioniert.“ Dazu komme, dass man hier eigentlich gar nicht mit Lösungsmitteln arbeiten dürfe: „Das läuft dann doch alles ins Grundwasser – pures Gift für die Umwelt.“ Was die Doberanerin aber fast noch mehr ärgert: „Wir haben den Vorfall auch bei der Stadt gemeldet – aber die fühlt sich offenbar nicht zuständig.“ Man könne nicht hinterherlaufen und alle Steine in Bad Doberan putzen, meint denn auch Bürgeramtsleiter Gerhart Kukla: „Das ist auch gar nicht unsere Aufgabe.“ Dennoch werde er versuchen, Mitarbeiter des Bauhofes in den Ebereschenweg zu schicken, damit sich diese vor Ort ein Bild machen können, so Kukla. Eine Aussage, die Katja Reimer nicht nachvollziehen kann: „Die Stadt mäht doch hier auch regelmäßig den Rasen – warum soll sie dann nicht dafür zuständig sein, den Stein in Ordnung zu halten?“ Aus ihrer Sicht müsste das Areal rund um den Findling umgehend abgesperrt werden, um Schlimmeres zu verhindern.

Warum es die großflächigen Schmierereien gegeben hat – darüber kann Gerhart Kukla nur spekulieren: „Vielleicht passt es jemandem aus der näheren Umgebung nicht, dass dort regelmäßig Kinder spielen.“ Ein Indiz für diese These sei auch, dass gerade an den Aufstiegen besonders viel schmierige Masse aufgetragen worden sei, sagt Katja Reimer: „Denn der große Stein eignet sich hervorragend zum Klettern – oftmals setzen sich die Kleinen obendrauf und machen da ihre Hausaufgaben.“

Kein Wunder: „Es handelt sich hier um einen verkehrsberuhigten Bereich, Autos fahren kaum, es gibt eine kleine Grünfläche – da können wir unsere Kinder eigentlich beruhigt spielen lassen.“

Eigentlich . . .

Lennart Plottke

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