Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Lifestyle Wenn das Zuhause die Welt ist: Wohnen als digitaler Nomade
Mehr Lifestyle Wenn das Zuhause die Welt ist: Wohnen als digitaler Nomade
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:33 26.09.2017
Arbeiten da, wo andere Urlaub machen: Conni Biesalski betreibt einen Blog und verkauft eigene E-Books. Quelle: Suki Zoe/www.planetbackpack.de/dpa-Tmn
Anzeige
Lissabon

Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Die Vorstellung bewegt tausende Menschen zum Auswandern. Doch statt die neue Heimat an einem Standort zu suchen, sind digitale Nomaden an wechselnden Orten der Welt zu Hause. Für den Job brauchen sie nur einen Laptop und schnelles Internet.

Felicia Hargartens
digitalen Nomaden

„Das Gefühl von zu Hause kann ich überall einstellen“, erklärt sie. „Denn es hat nichts mit dem Äußeren zu tun, sondern ist ein Gefühl von innen.“ Bedingungen an den Ort gibt es aber. „Es sollte warm sein und die Möglichkeit zum Kitesurfen geben. Das können gern kleine und ruhigere Orte und Inseln sein. Aber möglichst keine Stadt.“

Conni Biesalski

Sie erfüllte sich früh den Wunsch vom Leben als Tauchlehrerin im Ausland. „Mit Mitte 20 kam ich dann noch einmal nach Berlin für einen Job in einer PR-Agentur zurück“, berichtet Biesalski. „Schon nach drei Wochen habe ich gemerkt, dass nine-to-five nichts für mich ist.“ Normale durchgetaktete Arbeitszeiten will sie nicht. 2012 änderte sie daher ihr Leben - und wurde digitale Nomadin, sie betreibt einen Blog und verkauft eigene E-Books. Auch sie lebt in privat vermieteten Wohnungen - mal allein, mal in Wohngemeinschaften.

„Ich habe zwar nicht viele persönliche Dinge, dennoch brauche ich meinen Raum“, erklärt Biesalski. Sie versucht, nicht viel anzusammeln. „Ich mag es gerne minimalistisch. Das heißt, die Dinge sollten nicht überall herum stehen.“ In Deutschland hat sie noch zwei Kisten, ebenso in Kalifornien sowie auf Bali.

digitalen Nomaden

„Sich deren Vorteile zunutze zu machen, kann für junge Leute interessant sein“, sagt Wenzel. In einer Phase zwischen 20 und 30 Jahren kann man sich noch mal gut eine Auszeit vom Erwachsensein nehmen. Themen wie Selbstverwirklichung, Multioptionalität, Dezentralität und Unabhängigkeit würden dann an oberster Stelle stehen. „Spätestens, wenn die Familienplanung und die Rush-Hour des Lebens beginnen, kommen andere Bedürfnisse auf“, meint Wenzel.

Das hat auch Conni beobachtet. „Entweder gehen die Leute nach einer bestimmten Phase wieder zurück, weil der Lifestyle auf Dauer nichts für sie ist, oder sie werden langsamer und sesshaft.“

Bastian Barami

dpa/tmn

Mehr zum Thema

Was viele Mieter jeden Monat neu erleben, belegen auch amtliche Zahlen. Teuer ist das Wohnen längst nicht mehr nur in den großen Städten.

22.09.2017

Am 1. Oktober ist Tag des Kaffees - für viele quasi ein Feiertag. Kaum ein Getränk gilt so sehr als Lebenselixier der Deutschen. Und sie machen sich viele Gedanken um die Zubereitung - aber nicht um die hygienischen Probleme vieler Kaffeeautomaten.

25.09.2017

Es ist eine Ausnahmesituation: Ein Mensch ist gestorben, Freunde und Verwandte wollen sich angemessen verabschieden. Immer wieder entscheiden sich Angehörige dabei für eine weltliche Bestattung. Die Rolle des Geistlichen übernehmen dann freie Trauerredner.

25.09.2017
Anzeige