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Lifestyle Wie Tiere zum Trend werden
Mehr Lifestyle Wie Tiere zum Trend werden
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14:00 02.11.2016
Berlin

Auf einmal waren sie überall. Auf Kindergeburtstagen. Auf Popfestivals. Auf Demos gegen Nazis. Einhörner zieren Pullover, Jutebeutel, Tassen, Kissen und Torten.

„Einhorn-Pinata“

Es ist nicht der erste aus dem Tierreich: Seit Jahren wimmelt es in der Mode und in der Wohnungsdeko vor Hirschen, Dackeln, Erdmännchen, Rehen und Flamingos.

„nasse Eulen“
Flamingos

Was im Design oder beim Basteln gefragt ist, sieht man gut auf der Internetseite DaWanda. Die Rangliste der beliebten Suchbegriffe führt die Eule an. Danach kommen: Katze, Fuchs, Panda, Einhorn, Flamingo und Faultier. Letzteres mausert sich gerade zum Trendtier 2017. Es gibt zum Beispiel eine Wärmflasche „Faultier Paul“ (39 Euro) oder eine Halskette mit einem freundlich dreinblickenden Faultier als Anhänger (9,90 Euro).

Instagram

Ein Einhorn auf dem Pulli zeigt auch: Ich bewahre das Kind in mir und nehme die Welt nicht so ernst. Es ist ein bisschen rebellisch. Weltfrieden trifft Hello Kitty. Bei DaWanda heißt es: Was als ironisches Statement auf dem Pulli anfing, ist in die Alltagskultur eingeflossen. Ein Ende des tierischen Trends ist generell nicht in Sicht. „Man hat immer ein Tier, das beliebt ist“, sagt Sprecherin Froehner.

Wie entstehen solche Trends? „Im Grunde ist das ganz ähnlich wie in der Mode“, sagt die Trendexpertin Nicolette Naumann. „Auch die Dekohersteller orientieren sich am Zeitgeist.“ Dazu passt, was das „Zeit“-Magazin über den Flamingo-Trend schrieb: „Wer will schon kein Flamingo sein, in einer Welt voll Terror und AfD?“ Bei manchen Tieren kommt noch etwas anderes dazu: Die Eule ist positiv besetzt. Sie steht für Weisheit.

Tim Labenda
Dackel-Handtasche

dpa

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