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00:00 06.03.2013
Schnappschuss: Ein ukrainischer Parlamentarier fotografiert den „Ministerpräsidenten“ Mykola Azarov aus Pappe. Quelle: AFP

Oder die vergeblichen Erziehungsversuche von hyper-pubertierenden, völlig durchgeknallten Teens, vorzugsweise auf der abessinischen Hochebene oder im Urwald von Papua-Neuguinea. Oder Pseudo-Promis, die sich durch den Verzehr von Känguru-Hoden oder Kakerlaken-Vollbäder wenigstens in die dritte Liga der nationalen Berühmtheiten hochekeln wollen. Warum also nicht viel häufiger mal eine Live-Übertragung aus dem deutschen Bundestag? Da spart man sich ein aufwendiges Casting, hat hochkarätige Darsteller für lau und — ganz vereinzelt — sogar halbwegs geistreiche und pointierte Debatten. Wobei die im Vergleich zum realen Programm schon wieder einen Quantensprung bedeuten würden.

Vielleicht aber scheut das TV den Weg in den Reichstag einfach nur aus Furcht vor einer Enthüllung. Im ukrainischen Parlament beispielsweise ist nicht überall, wo Politiker draufsteht, auch Politiker drin. In Kiew versuchte jetzt die Opposition, eine Sitzung zu verhindern, bei der dem Oppositionspolitiker Sergiy Vlasenko, zugleich Rechtsanwalt der inhaftierten früheren Ministerpräsidentin Julia Tymoschenko, der Status und die Rechte eines Abgeordneten aberkannt werden sollten. Der Ministerpräsident Mykola Azarov, der da den Zugang zum Rednerpult versperrte, erwies sich schließlich als „Pappkamerad“ aus den oppositionellen Werkstätten.

Wenn man nun mal eine durchschnittliche Bundestagssitzung und das zumeist völlig sediert wirkende Auditorium verfolgt, kann man auch schon auf ziemlich dumme Gedanken kommen. Und das geht denen beim Fernsehen wahrscheinlich nicht anders . . . iff

OZ

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