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00:00 13.04.2013

Oder eben auch nicht zu finden ist, was dazu führt, dass einer wissenschaftlichen Erhebung zufolge eine Frau durchschnittlich 76 Stunden ihres Lebens damit beschäftigt ist, in ihrer Handtasche zu wühlen.

Rätselhafterweise verschwindet dort vieles auf Nimmerwiedersehen. Was zu der These führte, dass im Inneren der Tasche im Laufe der Jahre ein Haufen Anti-Materie wächst und das Ende der Welt so aussieht, dass sie in vielen Millionen Jahren eines schönen Tages wahrscheinlich — schwupps — einfach in eine Frauen-Handtasche gesogen wird.

Die Handtasche ist nichtsdestotrotz ein bedeutendes Stück Kulturgut, und dem widmet sich derzeit eine Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum in München. Rund 300 verschiedene Exemplare aus der Zeit vom 16. bis zum 21. Jahrhundert sind dort zu bewundern. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden nämlich die verschiedensten Formen für die verschiedensten Zwecke, vom Pompadour über die Gebetbuchtasche bis zur „Kelly-Bag“, bekannt geworden durch die Schauspielerin Grace Kelly, später Fürstin von Monaco. Und es wird mit dem Vorurteil aufgeräumt, Handtaschen seien reine Frauensache.

Schon um das Jahr 1630 lief beispielsweise Kurfürst Maximilian I. von Bayern mit einer pompösen, goldbestickten grünen Tasche herum. Und man denke an die 1970er Jahre, als die Hosen so eng wurden, dass beim besten Willen nicht einmal mehr ein Heftchen Streichhölzer hineinging. Damals wurde die Herrenhandgelenktasche, auch „Detlef“ genannt, geboren, die jedoch glücklicherweise einige Jahre später still und leise wieder entschlief.

Nicht geklärt wird lediglich, warum frau um alles in der Welt mit einer überdimensionalen Salatgurke am Handgelenk herumlaufen soll. Aber, wer weiß, vielleicht ist das ja auch nur Model für die modebewusste Veganerin. iff

OZ

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