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00:00 17.04.2013
Was nicht passt, wird passend hergestellt: Schuhmacher Georg Wessels mit seiner Sonderanfertigung für Jeison Rodrieguez. Quelle: dpa

Und es gibt Menschen, die sich wünschten, dass ihnen Schuhe zu groß sein könnten — ja, dass ihnen Schuhe überhaupt passen. Jeison Rodrieguez aus Caracas, also ein Landsmann Maduros, ist so ein Mensch — der 17-Jährige leidet an Acromegalie. Dahinter verbirgt sich ein Tumor in der Hirnanhangdrüse, der Hände und Füße überproportional wachsen lässt. 44 Zentimeter messen die Füße des bedauernswerten Teenagers — Schuhe, die er tragen könnte, müssten die Ausnahmegröße 66 haben. Kleine „Elbkähne“ nennt man mancherorts im Norden solche Riesenbotten.

Gut, dass es aber auch für so große Probleme Lösungen gibt. In diesem Falle kommt die Lösung aus Vreden im Münsterland, heißt Georg Wessels und ist Schuhmacher für übergroßes Schuhwerk. Seit Jahren gehört der mit 2,51 Metern derzeit größte Mann der Welt, Sultan Kösen, zu seinen Stammkunden. Zu denen könnte sich nun auch Jeison Rodrieguez gesellen — denn Georg Wessels wird Anfang Mai persönlich dem jungen Mann die ersten Schuhe liefern, die dem nach zehn Jahren ohne Schuhwerk wirklich passen. Vielleicht ist Wessels sogar ein Lebensretter — denn der Amerikaner Robert Wadlow — mit 2,72 Metern der größte Mensch, der je lebte — starb vorzeitig, „weil er das falsche Schuhwerk hatte“, sagt Wessels. Es hatte sich eine Druckstelle gebildet, die sich entzündete. Das soll seinen Kunden nicht passieren. Und so dürften Jeison und Wessels ein gutes Gefühl haben, wenn der Venezolaner auch auf großem Fuß wieder gut unterwegs ist. mw

OZ

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