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00:00 19.04.2013
Tragende Rolle: Kailash Giri trägt seine 88-jährige Mutter zu den wichtigsten Hindu-Heiligtümern Indiens. Quelle: dpa

Zum anderen rührt es daher, dass Mütter ständig Sätze sagen wie „Hast Du Dir die Zähne geputzt?“, „Hast Du Dein Zimmer aufgeräumt?“ oder „Bist Du warm genug angezogen?“. Und als Krönung des Ganzen, generell sonnabends um 23 Uhr, wenn man gerade mit der besten Freundin in die Disco ziehen will, kommt der Imperativ: „So gehst Du mir nicht aus dem Haus!“

In der Regel aber entspannt sich das Verhältnis nach der Pubertät und verkehrt sich den Folgejahren zumeist ins Gegenteil und damit in wachsende Zuneigung. Was beispielsweise kleine Nettigkeiten auch außerhalb von Geburtstagen oder Muttertag beinhaltet.

So in etwa muss es auch Kailash Giri gegangen sein. Der Inder begeht seit 17 Jahren seinen persönlichen Muttertag — und zwar Tag für Tag. 1996 versprach er seiner seh- und geh-behinderten Mutter, ihr alle wichtigen hinduistischen Pilgerstätten Indiens zu zeigen. Seitdem ist Kailash unterwegs und trägt die mittlerweile 88 Jahre Kirti Devi auf einer selbst konstruierten Mischung aus Joch und Sänfte quer durch das Riesenland. Jeden Tag bewältigen die beiden Strecken zwischen sechs und zehn Kilometer, mittlerweile sind es mehr als 30 000. Die alte Dame hat inzwischen Heiligtümer wie unter anderem Kashi, Ayodhya, Allahabad und Jagannathpuri gesehen.

Kailash Giri ist beinahe in ganz Indien bekannt und hat den Ehrennamen „Sarvan Kumar“ bekommen. Das ist eine Figur aus der indischen Mythologie, die der Legende nach ihre beiden blinden Eltern in zwei Bastkörben — wie Kailash Giri — zu den 40 wichtigsten Heiligtümern der Hindus trug. iff

OZ

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