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Am Patienten vorbei

Zukunft der Krankenhäuser Am Patienten vorbei

Von Axel Büssem

Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern werden älter und weniger. So weit nichts Neues. Die Verfasser einer Studie zur Zukunft der Krankenhauslandschaft in MV ziehen nun daraus ihre Schlüsse: Weil es weniger Menschen gibt, brauchen wir auch weniger Krankenhäuser. Für komplizierte Eingriffe sollen die Menschen künftig nach Rostock, Greifswald oder Schwerin fahren. In der Klinik vor Ort gibt es nur noch Notfallhilfe, Vorsorge oder Reha.

Sollte sich dieses Konzept durchsetzen, wäre die Marktwirtschaft endgültig im Gesundheitssystem angekommen, der Patient zur Verschiebemasse degradiert. Dass Menschen im Alter öfter krank und gleichzeitig unbeweglicher werden, scheinen die Verfasser der Studie nicht zu berücksichtigen.

Auch wird es schwer werden, die ohnehin schon raren Fachärzte auf dem Land zu halten. Sie werden in die im Konzept vorgesehenen medizinischen Oberzentren abwandern. Zurück bleiben die Patienten, die sich dann nicht nur um ihre Gesundheit sorgen müssen, sondern auch darum, wie, wo und von wem ihnen geholfen wird.

 

 



OZ

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Studie zur Zukunft der Krankenhäuser sieht Umwandlung in ambulante Zentren vor.

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