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Kommentar Auf Bewährung
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00:00 14.03.2013
Quelle: Frank Söllner

Das ist nicht nett und das ist auch keine gute Werbung für die Urlauberhochburg in MV: Rügens Tourismusverbandschef Ernst Heinemann hat Gäste in seinem Heimatort am Kap Arkona genötigt und in Gefahr gebracht — so hat es das Amtsgericht Bergen gestern festgestellt. Der 61-Jährige drängte eine Biker-Gruppe mit seinem Auto ab, da sie unbefugt durch einen verkehrsberuhigten Bereich fuhr. Heinemann muss nun 1000 Euro Strafe für sein Verhalten zahlen.

Dass er den ganzen Vorgang als Lappalie abtut, macht die Sache nicht besser. Er ist der oberste Touristiker der größten deutschen Insel, da bekommt so ein Fauxpas noch mehr Bedeutung. Und dennoch:

Einschätzungen auf Rügen, Heinemann sei nicht mehr tragbar, sind überzogen. Er ist emotional, zuweilen aufbrausend, aber zurücktreten muss er nicht: Weil Heinemann eigentlich ein Mann ist, der Brücken baut, der konkurrierende Hoteliers und Orte zusammenführt und so viel für den Insel-Tourismus tut. Heinemann sollte im Amt bleiben. Noch einen Ausrutscher darf er sich aber nicht mehr leisten. Er ist nun ein Tourismuschef auf Bewährung.

OZ

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