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Auf dem Pulverfass

Politische Krise in Italien Auf dem Pulverfass

Von Jens Burmeister

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Quelle: Frank Söllner

Mamma Mia — welch ein Chaos in Italia! Erst sabotiert das zerstrittene linke Lager die Wahl Romano Prodis zum Präsidenten. Dann sagt der entnervte Sozialdemokrat Pierluigi Bersani ciao und tritt vom Parteivorsitz zurück. Als Beweis, dass in Rom überhaupt noch etwas geht, wird mit Giorgio Napolitano (87) ein Greis zum Präsidenten gewählt. Sofort schnellen die Umfragewerte für den konservativen „Cavaliere“ Silvio Berlusconi nach oben. Zeitgleich trommelt der eigentliche Sieger der Parlamentswahl, aber politische Totalverweigerer Beppe Grillo zum „Marsch auf Rom“ wie einst Mussolini.

Die politische Elite hat ihren Bankrott erklärt. Die 62. italienische Regierung seit 1945 wird auf einem Pulverfass Platz nehmen. Indes taumelt die drittgrößte Volkswirtschaft Europas am Abgrund.

Schulden und Arbeitslosenzahlen steigen, die Banken machen den Kredithahn zu, weil sie auf einem Berg von 347 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten sitzen. Das Spiel um den Euro entscheidet sich in Rom, nicht in Athen. Wenn Italien kippt, ist der Euro finito. Seite 4

OZ

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