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Kommentar Auf drei Rädern einmal um die Welt
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00:00 18.04.2013
Zwischenstopp: Auf ihrer Weltreise mit dem Dreirad posieren Richard Sears (l.) und Steve Gough am Kap der guten Hoffnung. Quelle: QKD / Rex Features

Über technische Spezialitäten können Männer stundenlang fachsimpeln, und sei es eine elektro-statisch gesteuerte Zylinder-Innenbeleuchtung oder eine hydro-pneumatisch betätigte Kolben-Rückholfeder.

Insofern würde kaum ein Mann jemals ein Tuk Tuk auch nur eines Blickes würdigen. Nicht nur, dass diese aus Asien stammenden Autorikschas lediglich drei Räder haben. Die Zweitakt-Dieselmotoren stellen PS-Zahlen nur im einstelligen Bereich zur Verfügung, Türen gibt‘s nicht, und der Sicherheitsaspekt ist angesichts des Bleches von der Stärke eines Joghurtbechers auch zu vernachlässigen.

Daher sind die beiden Engländer Richard Sears und Steve Gough zwei recht mutige Männer. Die haben nämlich beschlossen, mit so einem Tuk Tuk einmal um die Welt zu fahren und sind gerade, nach einer Tour quer durch Afrika, am Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze des Kontinents angelangt.

Das ganze ist allerdings keine spleenige Idee. Die beiden Lehrer sind bekannte Aktivisten und wollen vor allem in den armen Ländern dieser Welt für Bildung und Erziehung werben. Auf ihrer Tour besuchen sie Ausbildungs-Projekte und versuchen überall, das Bewusstsein für eine vernünftige Ausbildung der Kinder zu heben. Sie waren in den Slums von Kairo, in Flüchtlingscamps in Burundi, trafen in Kigali Überlebende des Völkermordes in Ruanda.

Bislang führte die beiden Briten ihre Tour durch 27 Länder und über gut 25 000 Kilometer. Wobei sich ihr Tuk Tuk als braver Reisebegleiter erwies und sich tapfer durch Schlamm und Sand und über Geröllpisten kämpfte. Ganze zwei Mal streikte das Gefährt. Einmal in Südafrika wegen eines gerissenen Gaszuges, und einmal machte ein Reifen schlapp — und das war kurz hinter Paris. iff

OZ

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