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Kommentar Letztlich entscheidet das Publikum
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15:35 07.12.2018
Kommentar von Stefanie Büssing zu den Festspielen Wismar Quelle: Montage: Cassandra Voigt/Nicole Hollatz
Wismar

Für die Klassikertage in Wismar ist der letzte Vorhang gefallen. Das Aus für eine gute Produktion in beeindruckender Kulisse – jedenfalls wenn es nach dem künstlerischen Leiter Sascha Gluth geht. Es sind zu wenig Sichtbarkeit im Stadtbild, zu wenig hiesige Sponsoren und zu wenig finanzielle Unterstützung vom Land, die Gluth bemängelt. Das mag sicherlich stimmen. All das hätte die Produktion vor dem Aus retten können.

Die Frage ist aber, wie sinnvoll es ist, das Land in die Pflicht zu nehmen. Wonach soll entschieden werden, was förderungswürdig ist und was nicht? Letztlich ist es die gute Idee, die sich durchsetzt. Auch wenn hart klingt. Aber es gehört zur Flexibilität der Kulturwirtschaft dazu. Doch nicht alle künstlerisch wertvollen Produktionen sind Publikumsmagneten. Nicht alle Publikumsmagneten sind rentabel. Besonders in strukturschwachen Gegenden. Das zeigt das Aus für Sundkonzerte und Boddenklänge, die die Stars genau in jene Regionen holen. Daher muss letztlich im Einzelfall entschieden werden, vom Publikum und auch von Stadt und Land.

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Stefanie Büssing