Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kommentar Doppelt clever
Mehr Meinung Kommentar Doppelt clever
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:36 27.10.2018
Kommentarbild mit Frank Pubantz und Michail Gorbatschow Quelle: Montage: Benjamin Barz / Jörg Carstensen dpa
Schwerin

Manuela Schwesig weiß Akzente zu setzen. Mit der Ordensverleihung an Michail Gorbatschow, einen der wichtigsten Wegbereiter von Entspannungspolitik und deutscher Einheit Ende des 20. Jahrhunderts, erinnert sie an einen Super-Helden der friedlichen Revolution, das Ende des Kalten Krieges, den größten politischen Umbruch in Europa in den zurückliegenden Jahrzehnten – und zeigt gleichzeitig Nähe zur russischen Seite, als Trotzreaktion zur aktuellen EU-Sanktionspolitik, die sie für falsch hält. Somit ist der „Gorbi“-Orden in spannungsgeladenen Zeiten auch Fortsetzung von Schwesigs offensiver Charme-Offensive gegenüber Russland. Ein weiterer Fingerzeig an Bundespolitik und Europa.

Gorbatschow wird den Orden aus dem kleinen MV nicht wirklich brauchen. Vielmehr geht es um eine Geste: Seht her, unser Bundesland, so klein es auch sei, streckt immer wieder die Hand zur Freundschaft aus. Das mag banal, vielleicht naiv wirken, clever ist es allemal. Denn ganz nebenbei stellt Schwesig auch das Bundesland ins Rampenlicht. Aber es ist auch gefährlich, denn Gorbatschow und Putins Russland von heute mit Menschenrechtsverletzungen haben wenig gemein. Insofern bleibt auch der Beigeschmack eines PR-Gags.

Frank Pubantz

Kommentar Verschläft MV den harten Brexit? - Nicht die Augen verschließen

Ein harter Brexit wird immer wahrscheinlicher. Doch irgendwie scheint sich niemand darum zu kümmern, hat OZ-Redakteur Axel Büssem den Eindruck.

26.10.2018
Kommentar Sozialer Wohnungsbau in MV - Weitere Spaltung verhindern

Eine neue Richtlinie der Politik für sozialen Wohnungsbau wird nicht reichen, um die vom Geldbeutel bestimmte fortschreitende Trennung von Menschen in Städten des Landes zu stoppen, meint OZ-Landeskorrespondent Frank Pubantz.

25.10.2018
Kommentar Beifänge sollen sinken - Verschwendung

Schon 2013 hat die Europäischen Union beschlossen, dass Fischer ihre Beifänge nicht wieder ins Meer werfen dürfen. Doch bisher das Verbot greift nicht. Ein Kommentar von Elke Ehlers

22.10.2018