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Kommentar Dor möten dei Frugens nu dörch
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00:00 02.01.2018

Dat Frugens oewer sösstig partu ehr Kierls noch eins ertrecken will’n, möt all in’e Steintiet orer villicht all tau dei Tiet anfungen hebben, as wi noch up`n Bom seten. Un wiel dei Kierls dunnmals all kein Lust harrn, disse Ertreckerie oewer sick ergahn tau laten, hebben sei sick dorgägen tau Wehr sett’t. Nee, nich luthals, wecker makt dat all, mihr innerlich. Un so hett sick bi dei Mannslüd ein Gen entwickelt, wat ’t bi Frugenslüd nich giwt: Dat Afschottungsgen. Dei öllerhaften Kierls bruken oewer kein’n Tun orer Palisaden üm sick rüm. Nee, dei Afschottung is unsichtbor. Dat is ihrer so, as wenn sei unner ein grot dörchsichtig Käsglock sitten, besonners denn, wenn’s nich stürt warden will’n un dat is je eigentlich mihrstens dei Fall.

UP PLATT

Wolfgang Mahnke (80)

ist Niederdeutsch-Autor.

Für die OSTSEE-ZEITUNG schreibt der Rostocker

plattdeutsche Texte.

Stell’n Sei sick vör: Mann un Fru sitten twüschen Wihnachten un Niejohr an’n Disch, Frühstück is vörbi, hei grippt nah ’t Blatt, will läsen un sien Rauh hebben. Dit Signal kümmt tau’t Afschottungsgen un dat stülpt em dei Käsglock oewer. Sien Fru will grad in dissen Momang ehr Updräg los warden un räd up em in: „Friedrich, wo sühst du an’n Kopp ut. So nähm ick Di nich mit tau’n Silvesterball! Gah furts tau’n Friseur. Un up’n Trüggweg bringst Bodder un Melk mit. Bi’n Bäcker kannst noch twei Stück Kauken köpen. Oewer kein’n mit Bodderkrem, dei’s tau düer. Ungesund is dei ok, wägen denn’

Cholesterin un denn kannst bi dei Reinigung ok noch mien Blus afhal . . .“

Nich ein Wurd is dörch dei Klock bet tau Friedrichs Trummelfell kamen. Hei hett twors mit’n Kopp nickt, oewer dat wier sien Inverständnis tau’n Leitartikel. As sien Fru von’e Kosmetik kümmt, geiht dei Schimperie los: Kein Melk un Bodder in’t Hus, kein Kauken tau’n Kaffee, dei Blus nich von dei Reinigung halt un dei Hor häng’n em noch oewer dei Uhr’n.

Sei denkt: Friedrich ward tüdelig. Nu schriwt sei em ümmer alls up’n Zettel. Un dissen Zettel, denn’ man upkläwen kann, backst sei em up’t Blatt bi’n Leitartikel. Un nu weiten sei, worüm so väl oll Kierls mit ’n Zettel in’e Hand dörch dei Kophall’n lopen.

An leiwsten sitten dei öllerigen Kierls oewer in ehr Auto. Bäder kann dei Afschottung nich sin, as in dei Glock up Roed. Sülwst wenn ehr Frugens mit in sitten, stürt sei dat nich, denn sei hebben denn’ Stüerknüppel in’e Hand. Süll’n dei Frugens anfangen tau schnacken, stell’n sei dat Radio luder, denn dei Knöp dortau hebben sei in ehr niegen Autos je an’t Lenkrad tau sitten. So’n grieshorige Fohrtüglenker mit ’n Prinz Heinrich Mütz up’n Kopp, laten dat sinnig angahn. Sei hebben Tiet. Up dei Bundesstraten führ’n sei föftig un up dei Autobahn nich mihr as söb’ntig. Wenn’t geiht up dei linke Spur, dor is dei Sicht bäder. Wat heit dorbi Stratenverkihrsordnung? An sowat sall’n sick man dei Jungschen holl’n, dei noch kein Erfohrung hebben. Dei Öllerigen laten sick nix mihr vörschriewen.

Friedrich süht tau’n Bispill dei Blinkvörschrift as ein Schikan an. Möt hei anner Lüd up dei Näs binn’n, wohen hei will? Dei achter em warden ’t all marken, nah wecker Siet hei afbögt. Un sietdem sei in’t ADAC-Journal schräwen hebben, dat väl tau väl Schiller an’n Stratenrand stahn, höllt hei sick kum noch dor an. Obschonst dat ’n Einbahnstrat is, führt Friedrich tau sienen Parkplatz ümmer von’e verkihrt Siet rin. Sall hei 500 Meter achtern üm’n Block führ’n, wenn dat vörn rüm man 30 Meter sünd? Wenn ein em entgägen kümmt, bremst hei, stellt denn’ Motor af un täuwt.

Dei vör em kann noch so väl towen un schriegen, Friedrich deiht, as wenn hei nix hürt un süht. Hei sitt je fein afschott’t unner sien Glock un bet nu is ümmer dei anner trügg führt. Künn nu in’t nieg Johr oewer ok eins anners kamen!

Wolfgang Mahnke

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