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Kommentar Dünne Argumente
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00:05 28.04.2016

Der Sparkassen-Dachverband wehrt sich dagegen, dass die Vorstände der kommunalen Geldhäuser ihre Gehälter offenlegen müssen. Das ist keine Überraschung. Zu den Aufgaben eines Dachverbands gehört schließlich die Lobbyarbeit, auch für die leitenden Angestellten seiner Mitglieder.

Die Argumente gegen die Offenlegung sind dünn: Dass Sparkassen nicht mit Steuergeld wirtschaften, liegt in der Natur der Sache. Das gilt auch für andere kommunale Unternehmen, die Profite abwerfen, beispielsweise Stadtwerke. Auch dass bei einer Insolvenz der Steuerzahler formal nicht einspringen würde, zählt nicht wirklich. Tatsächlich sind die Sparkassen durch ihren gemeinsamen Sicherungsfonds faktisch vor der Pleite geschützt.

Chefs anderer öffentlich- rechtlicher Unternehmen müssen auch ihre Gehälter offenlegen, vom NDR-Intendanten bis hin zum Theater- Geschäftsführer. Transparenz ist wichtig, die öffentliche Diskussion muss möglich sein. Bleibt die Vergütung Geheimsache, steigen Zugriffs-Chancen für Vetternwirtschaft und Filz.

OZ

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