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Kommentar In Schlachthöfen muss sich etwas ändern
Mehr Meinung Kommentar In Schlachthöfen muss sich etwas ändern
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07:52 06.02.2019
OZ-Redakteur Bernhard Schmidtbauer kommentiert mit Erregern versuchtes Hühnchenfleisch. Quelle: OZ-Montage
Rostock

Es ist zuerst einmal nur ekelhaft: Mehr als jedes zweite getestete Stück Hühnchenfleisch ist mit gefährlichen Durchfallerregern verseucht. Schnell jedoch kommt zum Ekel eine gewisse Angst hinzu. Denn die Bakterien namens Campylobacter sind keine Leichtgewichte unter den winzigen Krankmachern.

Es ist frisches Fleisch, das durch die Tester als unappetitlich und gesundheitsschädigend entlarvt wurde. Der Verbraucher jedenfalls, der am Ende der Kette steht, ist wieder einmal der Gelackmeierte. Wieder einmal wird das Vertrauen in Lebensmittel-Produzenten und -Händler stark erschüttert. Aber außer einer generellen Kaufverweigerung oder dem Ausweichen auf kleine Anbieter, die selbst schlachten und dabei vertrauenswürdig sind, bleiben nicht viele Alternativen. Die totale Küchen-Hygiene ist natürlich ein Muss.

Eins ist nach den Tests unabdingbar: In den Schlachthöfen – wo die größte Verseuchungsgefahr für Fleisch besteht – müssen sich die Verhältnisse grundlegend ändern. So gehören die Grenzwerte für die Keimbelastung schnell auf den Prüfstand. Es müssen deutlich mehr Proben geprüft und eine strengere Hygiene vorgeschrieben werden. Die Kunden könnten all das erzwingen.

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Bernhard Schmidtbauer

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