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Ein Beben

Gericht lässt Pechstein-Klage zu Ein Beben

Von Christian Lüsch

Es ist verständlich, dass Claudia Pechstein jubelt. Das Oberlandesgericht München hat das Urteil des internationalen Sportgerichtshofs CAS in Lausanne gekippt. Pechsteins zweijährige Doping-Sperre war Unrecht.

Pechstein darf somit vor einem Zivilgericht um 4,4 Millionen Euro Wiedergutmachung streiten. Doch unabhängig vom Ausgang weiterer juristischen Schlachten — in diesem Kampf gibt es viele Verlierer.

Was nützt Schadensersatz, wenn Pechsteins Psyche durch Doping-Anschuldigungen und Berufsverbot offenbar angeknackst ist, sie von Selbstmordgedanken gequält wurde.

Das Urteil gleicht einem sportjuristischen Beben, das die Sportgerichtsbarkeit und den CAS als ihre höchste Instanz in ihren Grundfesten erschüttert. In der jetzigen Form wird sich das 1984 gegründete Organ nicht halten können.

Es muss die Frage beantwortet werden, welchen Sinn es macht, ein Sportgericht am Leben zu erhalten, dessen Urteile von Athleten angefochten und von zivilen Kammern kassiert werden können.

Sport

 



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