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Kommentar Ein zweites Wolgast auf Rügen
Mehr Meinung Kommentar Ein zweites Wolgast auf Rügen
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00:05 16.05.2017

Die Worte, die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wählte, als sie kürzlich den Bauern gegenüber saß, die auf Rügen ihre Äcker als Kompensationsflächen für die neue Ostsee-Pipeline hergeben sollen, offenbarten eine nüchterne Einsicht. Sie könne als Kanzlerin nichts machen, die Genehmigung der Umweltmaßnahmen sei Sache des Landes. Merkels Macht verpufft dort, wo es um die praktische Ausgestaltung von Umweltschutz geht. Was für eine föderale Idiotie. An dieser Stelle übernimmt Till Backhaus und spielt mit den Bauern auf Rügen sein Spiel. Wenn die Landgesellschaft, die ihm unterstellt ist, im Auftrag von Nord Stream das für die Ausgleichsmaßnahmen notwendige Land auf Rügen einsammelt, bevor das Ganze von seinem Ministerium befürwortet wird, ist nur schwer vorstellbar, dass eine Genehmigung der Umweltpläne noch scheitern kann.

Die Menschen denken: „Die da oben machen, was sie wollen.“ So wie zuletzt in Wolgast, wo „da oben“ entschieden wurde, zwei Stationen eines Krankenhauses zu schließen. Ein Fehler, den die Landesregierung bis heute zu heilen versucht. Setzt sich diese politische Unkultur fort, könnte die Landesregierung vor der Bundestagswahl auf Rügen ein zweites Wolgast erleben.

OZ

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