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Falsches Signal

Nato-Schirm gegen Russland Falsches Signal

Da zieht eine neue Debatte herauf, die sich zu einer Belastungsprobe für das atlantische Bündnis auswachsen kann und russische Bedrohungsängste anheizt.

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Von Frank Lindscheid

Da zieht eine neue Debatte herauf, die sich zu einer Belastungsprobe für das atlantische Bündnis auswachsen kann und russische Bedrohungsängste anheizt. Balten und Polen wollen offenbar den Raketenabwehrschirm jetzt auch gegen die übermächtige Nuklearmacht Russland aufrichten. Das wäre eine dramatische Wende. Denn bis heute behauptet die Nato, der Schirm werde ausschließlich gegen eine potenzielle nukleare Bedrohung aus dem Iran aufgespannt.

Die Sorge der osteuropäischen Verbündeten im Osten ist zwar zu verstehen. Dennoch tut die Nato gut daran, diese brisante Idee auch nach dem Gipfel von Cardiff zu den Akten zu legen. Die offene Ausrichtung der Raketenabwehr gegen Osten würde auf Jahre hinaus das Klima vereisen lassen.

Auch für das aktuelle Krisenmanagement in der Ukraine sind solche Strategiedebatten kontraproduktiv. Klare Verpflichtungen der West-Partner gegenüber den Osteuropäern wären die bessere Antwort. Ein neues Feindbild für Abfangraketen wären hier und heute das falsche Signal.

 

 



OZ

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Berlin/Moskau

Die westliche Allianz diskutiert im Zuge der Ukraine-Krise darüber, ob der künftige Raketenschirm auch gegen Russland in Stellung gebracht werden soll.

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