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Kommentar Fischer in der Verantwortung
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00:04 10.04.2018
Von Thomas Luczak

Spielten sich diese Tragödien öffentlich und an Land ab, wäre der Aufschrei riesig: Zehntausende herrenlose Fischernetze treiben in den Weltmeeren, liegen auf dem Meeresgrund. Hunderttausende Fische, Meeressäuger und Seevögel verfangen sich täglich in den tödlichen Fallen aus Kunststoff, der erst in Jahrhunderten verrottet. Und dessen Überreste als Mikroplastik die Meere belasten. Bergung und Entsorgung dieser Netze – vor allem durch Forschungsinstitute und Umweltverbände – sind schwierig und kosten viel Geld. Doch wer, wenn nicht der Verursacher, sollte dafür aufkommen?

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Natürlich landen die meisten Netze unbeabsichtigt im Meer. Aber: Mein defektes Auto kann ich auch nicht einfach am Straßenrand stehen lassen. Und dann hoffen, dass die Allgemeinheit die Entsorgung erledigt.

Deshalb müssen sich auch die Fischer an der Erhaltung ihrer Lebensgrundlage beteiligen. Darum sollten Netze registriert und – vielleicht per Chip – dem Besitzer zugeordnet werden. Geht ein Netz verloren, gilt Meldepflicht. Signalgeber könnten helfen, verlorene Netze wiederzufinden. Und kann Verbleib oder Entsorgung eines Netzes nicht nachgewiesen werden, ist eine Strafe fällig.

OZ

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