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Kommentar Frauenquote für Wahlen ist ungerecht gegenüber Männern
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06:30 14.02.2019
Solange Frauen in den Parteien unterrepräsentiert sind, wäre ein verpflichtender Anteil von 50 Prozent weiblicher Kandidaten nicht fair, kommentiert Axel Büssem Quelle: Frank Söllner / Danny Gohlke (dpa)
Schwerin

Nur ein Viertel der Abgeordneten im Schweriner Landtag ist weiblich. Damit rangiert MV im Bundesvergleich ganz hinten. Linke und Grüne fordern jetzt, dass wie in Brandenburg ein Paritätsgesetz verabschiedet werden soll, wonach die Hälfte aller Listenplätze für Wahlen mit Frauen besetzt werden muss. Das ist insofern interessant, als in beiden Parteien Frauen deutlich in der Minderheit sind: Bei den Grünen sind es bundesweit etwa 40 Prozent, bei den Linken noch weniger. Gut, in anderen Parteien ist der Frauenanteil noch geringer, aber die sind ja auch gegen die Kandidaten-Quote.

Es ist zu begrüßen, wenn dafür gekämpft wird, mehr Frauen für die Politik zu gewinnen. Der Grundgedanke ist logisch: Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung, dann sollen sie auch entsprechend repräsentiert werden. Doch eine feste Quote von 50 Prozent auf der Landesliste würde beim aktuellen Geschlechterverhältnis in den Parteien rechnerisch bedeuten, dass Frauen um etwa 50 Prozent höhere Chancen hätten, aufgestellt zu werden, als Männer. Das wäre wiederum ungerecht gegen die männlichen Mitglieder. Das Paritätsgesetz sollte daher in der Schublade bleiben, bis die Parteien selbst echte Gleichstellung erreicht haben.

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