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Kommentar Gefährliches Versagen
Mehr Meinung Kommentar Gefährliches Versagen
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00:01 02.12.2017
Von Michael Prochnow

Ein dreijähriger Junge aus Grevesmühlen wäre fast gestorben, weil sein Vater und dessen Lebensgefährtin ihn über Wochen misshandelt und gequält haben. Die Tat ist ebenso unfassbar wie abscheulich.

Und sie wirft Fragen auf. Warum hat der Sozialarbeiter des Jugendamtes Nordwestmecklenburg nicht rechtzeitig eingegriffen? Hat er die Anzeichen nicht erkannt? Wollte er sie nicht erkennen?

So viel vorweg, die Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Jugendamtes ist grundsätzlich nicht hoch genug einzuschätzen. Die Verantwortung ist enorm, die Belastung immens. Ein pauschales Urteil über das Amt zu fällen, wäre falsch. Aber die Arbeit des Sozialarbeiters, der für die Familie des betroffenen Jungen zuständig war, kritisch zu hinterfragen, ist zwingend notwendig.

Am 13. Mai 2016 hat eine Behördenmitarbeiterin dem damals drei Jahre alten Jungen wohl das Leben gerettet, als sie ihn sofort in eine Klinik einweisen ließ, als sie bemerkte, in welch kritischem Zustand sich das Kind befand. Drei Monate zuvor hatte der eigentlich zuständige Sozialarbeiter die Familie zu Hause besucht und angeblich nichts Auffälliges bemerkt. Ein fast tödlicher Fehler – und schwer zu glauben.

OZ

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