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Kommentar „Geld wäre genug vorhanden für die vielen Bedürftigen“
Mehr Meinung Kommentar „Geld wäre genug vorhanden für die vielen Bedürftigen“
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12:13 07.03.2018

Viele der rund 30 Tafeln in MV sind in Not. Während die Anzahl der Bedürftigen steigt, reichen die Lebensmittel oft nicht aus. Es fehlt vor allem an Obst und Gemüse, Wurst und Fleisch. Schätzungen zufolge sind hierzulande rund 50000 Menschen auf die Unterstützung durch die Tafel angewiesen. Auf der OZ-Facebook-Seite gibt es darauf zahlreiche Reaktionen unserer Leser.

Viola Boldt notiert: „Wie hieß es am Montagabend bei ,Hart aber Fair’: ,Die Hilfe der Bürger und die Arbeit der Regierung sind zwei verschiedene Dinge.’“ Weiter fügt Boldt an:

Die Tafeln seien menschliche Güte und die Folge der unfähigen Arbeit der Regierung. Sie glaubt, der Flüchtlingsstrom werde kein Ende finden, „und die Altersarmut rollt auf uns zu“. Kerstin von Göhren lebt auf der Insel Rügen und berichtet kritisch von ihren Erfahrungen bei der Tafel. Sie musste die Einrichtung vor einiger Zeit selbst in Anspruch nehmen, weil ihr Arbeitgeber erst verspätet den Lohn zahlen konnte, wie sie schreibt. Und weiter: „Wir konnten nicht einmal sagen, was wir benötigen. Wir bekamen einen Beutel.“ Der Inhalt sei jedes Mal eine Überraschung gewesen.

„Drei Monate alte abgepackte Wurst, Fischbüchsen, alter Käse und jede Menge Obst und Gemüse, das allerdings am nächsten Tag fast alles vergammelt war.“ Edgar Probst bedauert indes, dass „ältere Menschen in einem reichen Land, wie Deutschland es ist, zur Tafel müssen. Ein Armutszeugnis.“ Alexander Ruck äußert sich in gleicher Weise. Traurig, dass es in Deutschland überhaupt Tafeln geben muss.“ Dazu hinterlässt Nadine Hahn folgende Sätze: „Gerade weil Deutschland ein Sozialstaat ist, gibt es die Tafel. Was würden die Leute machen, wenn es sie nicht gebe?“ Antje Schubert merkt an: „Es ist richtig, dass es besser wäre, die Tafeln wären gar nicht erst nötig. Sind sie aber. Statt zu meckern, könnte man alternativ auch helfen oder spenden.“

Sandra Peters macht den Vorschlag, dem Einzelhandel zu verbieten, noch essbare Lebensmittel in den Müll zu schmeißen. „Und dann muss dafür gesorgt werden, dass ein Rentner, der sein Leben lang gearbeitet hat, nicht auf die Tafel angewiesen ist.“ Gregor Kochhahn schreibt: „Würden die Regelbedarfe richtig berechnet, wären Tafeln und damit Almosen unnötig.

Zumal der Staat verpflichtet ist, das soziokulturelle Existenzminimum für jeden in Deutschland Lebenden sicherzustellen. Wohlgemerkt für alle hier Lebenden, auch für Geflüchtete.“ Dörte Schumacher empfindet angesichts der Diskussion um die Not der Tafeln eine gewisse Ungerechtigkeit. „Es wird gespendet und gespendet für andere Länder und in Deutschland müssen Menschen zur Tafel.“ Christoph Grimm appelliert an den Staat: „Geld wäre genug vorhanden für Bedürftige.“

Juliane Lange

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