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Gesten reichen nicht

Neuer Papst ins Amt eingeführt Gesten reichen nicht

Von Jens Burmeister

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Quelle: Frank Söllner

Durch Erbarmen erwählt — so lautet das päpstliche Motto des Jesuiten Bergoglio. Der neue Pontifex Franziskus wünscht sich „eine arme Kirche für die Armen“. Viele Gesten deuten darauf hin, dass er es damit ernst meint. Doch Gesten des Erbarmens, das Spenden von Trost und Barmherzigkeit um ihrer selbst willen sind nicht genug für einen Papst der Moderne. Er muss vielmehr darauf drängen, dass die Regierenden dieser Welt die Lage der Armen verbessern. Und er muss die Kurie selbst vom Fluch des Mammons befreien.

Noch immer steht der Vatikan, dessen skandalumwitterte Bank I.O.R. zu keiner öffentlichen Rechnungslegung verpflichtet ist, unter dem Verdacht der Geldwäsche. Sie verwaltet scheinfromme Stiftungsgelder, Tausende Nummernkonten und unterhält eine Offshore-Filiale auf einer Karibik-Insel mit „Missionsstatus“. Den Filz der „Vatikan-AG“ auszukämmen, ist eine Sisyphusarbeit. An Franziskus aber ist es, diese zu beginnen. Sie zu vollenden, das wird dem 76-Jährigen — der Endlichkeit seiner Lebensjahre wegen — wohl nicht gelingen. Seite 4

OZ

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