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Kommentar Höchste Eisenbahn
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00:00 14.10.2017
Von Frank Pubantz

Bahnfahrer in MV sind Kummer gewohnt. Verspätete Abfahrten, überalterte Züge, Pannen bei Ansagen im Bahnhof, geschlossenes Bistro. Man lebt halt mit dem Gefühl der Zweitklassigkeit als Bahn-Kunde im Nordosten. Nun kommen seit Tagen weitere Härten hinzu. Über eine Woche wird es am Ende dauern, bis die Schäden nach Sturm „Xavier“ behoben sind. So lange fuhren keine Intercitys zwischen Stralsund und Hamburg. Regionalzüge sind proppenvoll. Unglaublich, dass ein Unternehmen wie die Deutsche Bahn auf solche Vorfälle wie ein riesiger Tanker reagiert, der in Zeitlupe wendet.

Man kann es aber auch optimistisch sehen (Vorsicht, Ironie!). Durch den Wegfall vieler Züge müssen Passagiere zusammenrücken. Neue Kontakte entstehen. Man wird – ist der Sitzplatz erkämpft – Zeuge, wie sich Großmütter mit Sekt in der Hand laut über ihren Einkauf freuen oder Eltern bei der Erziehung ihrer Früchtchen versagen. Das hat auch Belebendes.

Ja, das schlechte Krisen-Management der Deutschen Bahn verbindet. Und doch wird es höchste Eisenbahn, dass die ICs wieder ordnungsgemäß rollen. Übrigens: Größter Trost in der Not des Bahn-Kunden sind immer noch die Mitarbeiter. Meist sehr freundlich und hilfsbereit.

OZ

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