Immer, wenn es um Löhne geht, kommt ein „Geht nicht!“
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Kommentar Immer, wenn es um Löhne geht, kommt ein „Geht nicht!“
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00:10 20.04.2018
Angela Merkel (CDU) mit dem Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU) Quelle: Foto: Swen Pförtner/dpa

Die Ost-West-Lücke schließt sich nicht – zumindest nicht in puncto Löhnen. Der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), ist überzeugt, dass die Lohnunterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern nicht beseitigt werden können. Dafür fehlten im Osten die Wachstumsmetropolen, die es im Westen gebe, sagt der aus Thüringen stammende Jurist. Umso wichtiger sei es, dass die Politik die zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen fördere. Ein vieldiskutiertes Thema, das auch unter unseren Lesern auf der OZ-Facebook-Seite zahlreiche Reaktionen hervorruft.

Bodo Hennig sagt: „Den Preis für die Wirtschaftsmacht Deutschland zahlen die Bürger – Niedriglöhne, höchste Steuerlast, Rentenarmut.“ Andreas Rösler wundert sich: „Komisch, bei der Rentenanpassung geht es doch auch, auch wenn die Angleichung noch Jahre dauert.“

Holger Oppers betont: „Das entscheidende Wort heißt Produktivität. Wenn die Wirtschaft in den neuen Ländern genauso produktiv ist wie in den alten Ländern, dann müssen auch die Löhne angepasst werden.“ Alle anderen Werte (Lebenshaltungskosten, Renten, Mieten, Arbeitslosenquote) seien Nebenschauplätze, „die zwar für die Betroffenen wichtig sind, die aber nichts mit den Löhnen zu tun haben“. Stefan Rossow empfindet die Unterschiede nicht zuletzt als eine Schieflage im System. Er schreibt: Als Touristikland sei MV auf den vordersten Plätzen zu finden, „und trotzdem hinken die Arbeitnehmer bei den Löhnen hinterher. Zeit zum Umdenken!“, findet unser Leser. Und weiter: „Die Menschen hier arbeiten viel, doch haben sie nichts davon.“ Seine Forderung an die Politik lautet daher: „Zahlt den Menschen vernünftige Löhne in der Gastronomie und stärkt die Pflegekräfte, deren Arbeit zu einem Riesenthema geworden ist.“ Rossow vermutet aber, dass all diese Problematiken nicht zeitnah angegangen werden. „Die Politik bedankt sich bei den Pflegekräften, aber das war es dann auch. Davon wird der Kühlschrank auch nicht voll.“

Kante Kantinho sagt: „Wenn man Kosten wie im Westen hinbekommen hat, sollte man auch Einnahmen wie im Westen hinbekommen.“ Thomas Glawe setzt hinzu: „Ich war selber bereits im Westen arbeiten und kann daher aus eigener Erfahrung sagen, dass die Lebenshaltungskosten im Osten sogar noch etwas höher sind als im Westen.“ Andreas Glück zeigt sich entsetzt und versieht seinen Post mit zahlreichen Ausrufungszeichen. „Unglaublich. Der Osten hat die gleichen Lebenshaltungskosten wie der Westen. Natürlich müssen die Gehälter angeglichen werden!!!!!“ Joachim Wölfel stellt fest: „Immer, wenn es um Löhne, Gehälter oder Renten geht, kommt ein ,Geht nicht!’.“

Juliane Lange

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