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Kommentar Jammern fällt aus
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09:17 04.06.2018

Norddeutschland ist auf die EU-Osterweiterung schlecht vorbereitet. Punkt. Und nun? Kopf in den feinen Ostseesand stecken und auf hohem Niveau lautstark jammern?

Das Ergebnis der jüngsten Studie der Wissenschaftler vom Hamburger Welt-Wirtschafts-Archiv überrascht nicht. Die Probleme hinsichtlich Industriedichte, fehlender Beschäftigung, Nord-Süd-Gefälle, Defiziten in Forschung und Entwicklung sowie des stärker werdenden Wettbewerbsdrucks im Schiffbau sind bekannt. Und belastend. Doch eine zunehmende Angst vor der Öffnung der Grenzen gen Osten birgt die Gefahr der totalen Lähmung. Und verringert die realen Aussichten, den neuen Wirtschaftsraum auch als Chance zu begreifen.

Es braucht erst einmal die Bereitschaft zum Umdenken im Landesmaßstab. Stichwort InnoRegio. Die vom Bund mit 49 Millionen Euro geförderten vier Innovationsprojekte in M-V sind ein solches Beispiel. Kompetenzen bündeln, um unter anderem den Präzisionsmaschinenbau und die Kunststofftechnik zu Aushängeschildern des Nordostens zu machen. Und schließlich Jobs zu schaffen. Keine Wundermittel, aber gesunde Pflänzchen, aus denen Bäume werden können, die auch Stürmen trotzen.

Ein weit geöffnetes Tor gen Osten bietet zudem Facharbeitern verschiedenster Gewerke nicht unattraktive Perspektiven. Benötigen doch beispielsweise polnische Werften eine Menge Spezialisten. Gute Karten haben auch bereits wettbewerbsfähige Zweige der hiesigen Ernährungsbranche, die den neuen Markt mit innovativen Produkten erobern können. Die Devise heißt: Selbst aktiv werden.

Die vom Kanzler eingesetzte Hartz-Kommission hat wieder einmal keine Beschlüsse zur Reform des Arbeitsmarktes vorgelegt. Das Gremium ist damit so ziemlich das Gegenteil eines Stummfilms.

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