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Kommentar Kein Plastik auf Weihnachtsmärkten: Irgendwo müssen wir anfangen
Mehr Meinung Kommentar Kein Plastik auf Weihnachtsmärkten: Irgendwo müssen wir anfangen
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16:12 25.11.2018
Auf den Weihnachtsmärkten fällt tonnenweise Müll an. Vor allem die großen Märkte überlegen intensiv, wie sie der Abfallflut Herr werden können. Quelle: Stefan Sauer/ dpa
Rostock

Im Einzelhandel gibt es Plastiktüten oft nur noch gegen Aufpreis, die EU will Trinkhalme aus Kunststoff verbieten und auf einigen Weihnachtsmärkten in MV gibt es die Pilzpfanne in diesem Jahr nur noch mit kompostierbarem Löffel. Es gibt immer mehr Bestrebungen, unnötigen Plastik-Abfall zu vermeiden. Man kann diese Maßnahmen als Aktionismus bezeichnen, schließlich werden wir mit ihnen das gewaltige Müll-Problem auf unserem Planeten nicht lösen. Sie sind aber trotzdem richtig – denn sie sind ein Anfang.

Problem ist zu groß

Das große Dilemma des Umweltschutzes ist doch, dass alles was man dafür tun kann, zunächst unverhältnismäßig anmutet. Entweder ist die Maßnahme zu klein, um die Probleme zu lösen – was sollen schon ein paar Plastiklöffel ausrichten? Oder das Problem ist viel zu groß, um es im eigenen Lebensumfeld überhaupt anzugehen – schließlich entsteht der größte Anteil des weltweiten Plastikmülls in Asien. Verharren wir starr in dieser Logik, würde sich rein gar nichts ändern, bis es irgendwann zu spät ist. Oder wir fangen einfach an, zum Beispiel mit kompostierbaren Löffeln auf dem Weihnachtsmarkt. Dann machen wir weiter bei Hanse-Sail, Wallensteintagen und all den anderen Festen im Land. Bis es anfängt, sich zu lohnen.

Alexander Müller