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Kommentar Keine Meisterleistung
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00:28 04.05.2018
Von Axel Meyer

Im Jahr 2004 reformierte die rot-grüne Bundesregierung die Handwerksordnung und entließ einen großen Teil der Handwerksberufe aus der Meisterpflicht. Die Hoffnung damals: Auf dem Markt sollten viele neue – vor allem kleine und kleinste – Betriebe entstehen und somit viele Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Bilanz fällt jedoch ernüchternd aus.

Und die Klagen sind groß. Vor allem Ein-Mann-Betriebe hat die Meisterzwang-Reform hervorgebracht. Und der Hälfte der Neugründungen – etwa von Fliesenlegern – geht statistisch gesehen innerhalb von fünf Jahren die Luft aus. Die Folge: Kunden können Gewährleistungsansprüche oft in den Wind schlagen. Auch gibt es Probleme mit Pfusch und Preisdumping. Während Fliesenmeisterbetriebe mit höheren Stundensätzen auf dem Markt agieren müssen, rücken Fliesenleger ohne Qualifikation teils für die Hälfte der Sätze an. Und durch die vielen Kleinst-Unternehmen sank die Zahl der Lehrlinge drastisch.

Dass die Bundesregierung bei einigen Gewerken jetzt gegensteuern und die Meisterpflicht wieder einführen will, ist längst überfällig. Denn die Abschaffung war keine Meisterleistung, sondern hat sich als Rohrkrepierer erwiesen. Eine Reform der Reform ist daher dringend nötig.

OZ

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