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Kommentar Dem Flughafen droht eine harte Landung – doch er kann wenig dafür
Mehr Meinung Kommentar Dem Flughafen droht eine harte Landung – doch er kann wenig dafür
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06:46 06.12.2018
Kommentar von Andreas Meyer zum Flughafen Rostock-Laage Quelle: Montage: Cassandra Voigt/dpa
Rostock

Erst das Aus für die Flüge nach Kölnund nun wird auch noch die Route nach Stuttgart gestrichen: Das Jahr 2018 endet für den Flughafen Laage mit echten Hiobsmeldungen. Wenn nun im Frühjahr auch noch die München-Verbindung eingestellt, war es das mit Linienflügen ab Rostock. Es bleiben „nur“ noch die Urlaubsflieger. Nach Jahren des Aufstiegs – mit immer neuen Verbindungen, neuen Fluggast-Rekorden und Erfolgen im Kreuzfahrt-Geschäft – droht dem größten Flughafen des Landes eine harte Landung.

Nur dieses Mal können das Management, können Hansestadt und Land rein gar nichts dafür: Der Flughafen wird zum Opfer eines knallharten Verdrängungswettbewerbes im Luftfahrtgeschäft. Geflogen wird nur noch, was garantiert Gewinne abwirft. Aber um dauerhaft ein lukratives Ziel für Airlines zu sein – dafür ist Rostock-Laage, ist ganz MV zu klein. Nicht mal eine Million Einwohner wohnen im direkten Einzugsgebiet des Airports. Berlin und Hamburg sind nicht weit weg. Und von dort sind die Flüge in der Regel sogar noch günstiger.

Es wird also an der Zeit, um über neue Finanzierungen nachzudenken. Der Markt hat Laage Grenzen aufgezeigt. Wenn Tourismusbranche, Reiseveranstalter und nicht zuletzt die Unternehmen im Land schnelle Verbindungen ab Rostock wollen, müssen sie auch bereit sein, sich daran finanziell zu beteiligen.

Andreas Meyer

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