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Kommentar Brecht das Schweigen!
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07:51 14.03.2019
Die Regionale Schule Crivitz, aufgenommen aus der Friedensstraße. Quelle: Juliane Schultz
Crivitz

In einer idealen Welt widerfährt Menschen kein Mobbing. In der realen Welt passiert es jeden Tag – in Schulen, Vereinen und Unternehmen. Und so unterschiedlich die Fälle auch sind, sie haben eine Gemeinsamkeit: die Sprachlosigkeit. Zu viele Menschen schweigen im Angesicht himmelschreiender Ungerechtigkeiten. Sie ertragen das Leid stillschweigend und merken deshalb nicht, dass sie nicht alleine sind.

Auch in Crivitz war das so. In kleinen Kreisen besprach man die Vorfälle und glaubte das Ausmaß des Mobbings zu kennen. Heute ist klar: Es gibt mehr Betroffene als angenommen. Ein offenerer Umgang hätte den Kindern einige Monate stilles Leiden erspart. Eine große Elternversammlung oder ein Rundschreiben hätte deutlich gemacht: Ihr seid nicht allein!

Die Welt ist nicht ideal, deshalb passiert Mobbing. Und weil das so ist, muss wenigstens das Umfeld reagieren: Schulleiter, Lehrer, Eltern, Vorgesetzte, Arbeitskollegen, Polizei. Alle diese Instanzen sollten Mobbing-Opfern Mut machen, zurückzuschreien. Geht mit gutem Beispiel voran: Brecht das Schweigen.

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Juliane Schultz