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Kommentar Es trifft die Falschen
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13:34 12.10.2018
Kommentar von Gerald Kleine Wördemann zur Abschiebung von integrierten Flüchtlingen Quelle: Montage, Cassandra Voigt/dpa
Rostock

Kein anderes Thema bereitet Unternehmern so viele Sorgen wie der Fachkräftemangel. In allen Umfragen steht es an erster Stelle. Erst diese Woche senkten die Handwerkskammern in MV ihre Prognosen, weil ihnen wegen offener Stellen Aufträge entgehen. Hotelgäste bekommen das zu spüren, wenn der Service schwächelt. Ganz zu schweigen vom Pflegenotstand.

Gleichzeitig müssen Zuwanderer das Land verlassen, die diese Stellen besetzen. Natürlich gilt das nicht für alle Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren kamen. Aber gehen müssen jetzt auch jene, die es eigentlich geschafft haben – nur das ihr Herkunftsland, etwa die Ukraine, als sicher gilt. Das ist irrsinnig und unfair. Wer integriert ist, eine Wohnung hat und eine Arbeitstelle, ist für die Ausländerbehörden gut zu erreichen. Was es leichter macht, gerade ihn ins Flugzeug zu setzen. Während Abgetauchte, die Probleme machen, bleiben können.

Politiker fühlen sich durch den Erfolg der AfD unter Druck, höhere Abschiebezahlen vorzuweisen. Leider trifft dieser Ehrgeiz oft die Falschen. Mecklenburg-Vorpommern gibt hier kein gutes Bild ab, wie Anwälte, Initiativen und Arbeitgeber berichten. Das geplante Zuwanderungsgesetz wäre eine Chance, das zu ändern.

Weiterlesen: Chefs protestieren gegen Abschiebungen ihrer Mitarbeiter

Gerald Kleine Wördemann

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