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Kommentar Lange ignoriert
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00:00 13.06.2017

Trinkwasser zählt zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Bedenkenlos lässt sich das Wasser aus dem Hahn trinken, die Qualität ist meist sogar besser als bei dem aus den teuren Flaschen aus dem Laden. Dieser selbstverständliche Luxus ist bedroht: Die Qualität des Grundwassers, Rohstoff für unser Trinkwasser, nimmt rapide ab. In MV überschreitet jeder fast fünfte Brunnen die Nitrat-Grenzwerte, bundesweit sogar mehr als jeder vierte. Eine Folge von zu viel Dünger und Gülle auf den Feldern.

Der Trinkwasserpreis wird drastisch steigen, warnt das Umweltbundesamt. Um bis zu 45 Prozent in besonders stark betroffenen Regionen. Denn die Wasserwerke müssen immer größeren Aufwand betreiben, um trotz der Nitrat-Flut ihr Produkt noch in der gewohnten Qualität zu liefern. Und wer bezahlt den Mehraufwand? Wir alle.

Das Verursacherprinzip ist ausgehebelt. Landwirte sind auf Düngemittel angewiesen, um ihre Erträge stabil zu halten. Die dabei anfallenden Umweltkosten werden allerdings der Allgemeinheit aufgebürdet. Die verantwortlichen Politiker haben das Problem jahrelang ignoriert, obwohl sogar schon die EU längst Druck macht. Inzwischen ist es zu spät, weggucken hilft nicht mehr.

OZ

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