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Kommentar Lütte Tüffeln
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00:01 08.05.2017

Ik harr 'ne Inladung tau'n Fier von'n hogen Runnen in'n vörnähm Wirtshus krägen un künn dor nå 'n eigen Geschmack äten un drinken. Œwer ik bün nich von dei Sort Gäst, dei denn von'n Morgen an all hungern, dormit's sik an'n Abend denn Buk vullschlågen kœnen, Ne, ik nähm bäten Rückssicht up mienen Gastgäber un will em nich tau dull schädigen un bestell mi Gräuntüch ut'n Wok. Son'n Gräuntüchpann måk ik af un an sülben un wull mål seihen, woans anner dat måken. Un allens hett ok mienen Bifall funnen, bet up dei lütten Tüffeln, dei ik tauierst för Pariser Poggenstäuhl höll. Sei wiern einmål dörchschnäden, wiern as dat anner Gräuntüch – œwer mit ehr Schell – äbenso in'n Wok lannt un måkten mihr as dei halwe Portschon ut. As Buernsœhn güng mi dat so as denn Buern, dei nich äten deit, wat hei nich kennt. Ik pücker noch 'n bäten in son'n halwe Tüffel rümmer un låt dei Fingers dorvon. Ne, dat is nix för mi. Tüffeln mit Schell kriegen dei Schwien. Dat keem dorvon, dat tau mien Kinnertiet Tüffeln noch rackt un achteran rummelt würn. Dat geef Rummeln, wo son'n Oort Trummel von Hand dreiht wür un dat geef anner mit 'n Schüddelrost, dei all mit'n Reimen andräben würn.

Œwer ümmer würn dörch't Rummeln tauierst dei ganz lütten Schwienstüffeln, von dei bäten grötteren Planttüffeln un dei groten Ättüffeln voneinanner trennt. Un vonne ganz lütten hett Mudder por Portschonen as Gräunkohltüffeln rutsöcht, denn bi uns geef dat all ümmer taun Gräunkohl nich blot wat ut'e Pök orrer ut't Roklock œwer 'n Hierd keem, sonnern ok dei lütten ganz bäten säuten Brattüffeln ut'e Iesenpann.Œwer ok disse lütten Tüffeln würn ierst kåkt, denn afpellt un keemen kolt inne hitte Pann. Tüffeln mit Pell geef dat blot ut Spaß mal in'n Juli, wenn dei iersten Hollänner Ierstlings upnåhmen würn.

Hüt sünd disse Schwienstüffeln von eins dei „Rönner“ ünner dei Tüffeln un warden ünner denn Nåmen „Drillinge“ verköfft un all måken einen nu wies, dat disse Nåm' nich för 'n bestimmte Sort, sonnern för 'n bestimmte Tüffelgröt steiht. „Drillinge“ heiten von 5000 Tüffelorten up'e Welt, von wecker all dei lütten runnen 25 bit 35 mm un dei bäten länglichen 35 bet 40 mm in'n Dörchschnitt mäten. Dor kümmt dat nich up an, ob sik dat üm Sieglinde, Linda, Ackersägen, Gloria. Violetta, Laura orrer Adretta hannelt, sülfst blåge un rode Tüffeln sünd dorvon nich utnåhmen. Von gräune Tüffeln ward œwer afråden, denn dei hemm' as Nachtschattenplant tauväl Licht afkrägen un sünd dorher nich mihr ätbor.

Wenn 't üm't Äten von „Drillinge“ geiht, gåhn dei Ansichten uteinanner. Kåmen's frisch von'n Acker, denn kœnen's gaut wuschen mit Schell ut Pott un Pann äten warden. Sünd dei „Drillinge“ för 'n Sopermarkt wuschen, denn is noch Chemie von't Waschen nå un man süll sei leiwers pellen. Noch anner måken dat so, as Mudder dat måkt hett un pellen ümmer dei lütten Tüffeln, dor sei pellt doch bäder lickmünnen un dei Schell nich anne Tähn hacken blifft.

Tauletzt wull ik mi verkloren, woans sei tau denn Nåmen „Drillinge“ kåmen sünd un ob dat dorför wurmœglich 'n plattdüütschen Nåmen gäben künn. Dei enen seggen, man drei för ein äten un ut dissen Grund heiten', Drillinge un nähmen sik 'n Ogenspeigel an Twillingskinner. Anner gåhn up't middelhochdüütsche Wurt „drïllinc“ taurüch, wat soväl as dei drüdde Deil von wat bedüden deit. Drei för ein orrer 'nen Drüddel von't ganze, dat kümmt up eins rut. Un wenn die twillingskinner up Platt Twäschen sünd, denn künnen die Drillingstüffeln wull ok „Träschen“ heiten.

OZ

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