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11:01 03.12.2018
Kommentar von Antje Bernstein zu Rettungsgassen Quelle: Montage: Cassandra Voigt/dpa
Rostock

Noch immer sind viele Autofahrer offenbar nicht in der Lage, bei Stau vernünftig eine Rettungsgasse zu bilden. Dem Deutschen Roten Kreuz zufolge werden Notfallhelfer bei 80 Prozent ihrer Einsatzfahrten ausgebremst und verlieren dabei Zeit, die über Leben und Tod entscheiden kann.

Dabei wird seit Jahren viel Aufklärungsarbeit betrieben: Ärzte, Feuerwehren, Polizei, Kommunen und Verbände stecken viel Geld in Kampagnen, die Verkehrsteilnehmern das Gassebilden erklären. Damit dabei nichts schiefgehen kann, hat der Bund dafür sogar die Regeln vereinfacht. Und doch hat Studien zufolge jeder Zweite in Deutschland keine Ahnung, wie er Rettungskräften im Notfall den Weg richtig freihält. Andere sind schlicht ignorant. Schlimmer noch: Es soll sogar Egoisten geben, die Rettungsgassen als Überholspur missverstehen.

Das Problem ist auch Ausdruck des Zeitgeistes: In unserer Wegschau-Gesellschaft fehlt vielen der Blick dafür, was um sie herum passiert. Im Straßenverkehr können wir uns Rücksichtslosigkeit nicht leisten. Denn im schlimmsten Fall bezahlt ein Mensch mit seinem Leben dafür. Und jedem von uns muss bewusst sein: Auch ich könnte verunglücken und schnelle Hilfe brauchen.

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Antje Bernstein

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