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Kommentar „Müll richtig zu entsorgen, kann doch nicht so schwer sein“
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00:24 25.04.2018
Seit Jahren verschmutzen diese einstigen Sitzmöbel den Wald zwischen Lichtenhagen-Dorf und Admannshagen im Landkreis Rostock. Quelle: Foto: D. Lilienthal
Grabow

Immer wieder gibt es abgelegene Ecken in Grünanlagen und Wäldern, die durch illegal entsorgten Müll verschmutzt werden. So auch in MV. Erst am Sonntagmorgen hat die Polizei bei Grabow im Landkreis Ludwigslust-Parchim einen 60-jährigen Mann stellen können, der Sperrmüll und Styroporplatten in einem Waldstück abgelegt hatte. Gegen ihn nahmen die Beamten eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit auf.

Auf der OZ-Facebook-Seite drückt Tini Waltenberg ihr Unverständnis über illegale Müllentsorgung aus: „Das muss absolut nicht sein. Man kann zweimal im Jahr seinen Sperrmüll kostenlos abholen lassen. Ansonsten fragt man mal nett die Nachbarn, ob da jemand noch etwas entsorgen muss und tut sich dann zusammen.“ Gunnar Frese ärgert sich über die Verschmutzung. Er schreibt, dass es leider nicht nur der Sperrmüll sei, der die Natur vermüllt. „Auch Reiseabfälle oder mal eben der Kaffeebecher oder die Verpackung vom Burger werden aus dem Autofenster geworfen. Das wird immer mehr und ich denke mal, viele nehmen es da leider auch bei sich selbst nicht allzu genau. Dabei kann es doch nicht so schwer sein, das alles in der nächsten Tonne zu entsorgen.“ Gerlinde Schlieker notiert: „Ich kann nicht verstehen, wieso Müll in der Natur entsorgt werden muss, die Entsorgung von Müll jeglicher Art klappt doch einmalig und man muss ihn nicht so weit tragen.“

Holger Krohn gibt unterdessen unverhohlen zu verstehen: „Wenn ich sehe, was für ein irrsinniger, bürokratischer Aufwand es ist, einen Termin für den Sperrmüll zu beantragen, dann bin ich auch fast versucht, meinen Müll wild abzuladen. Das ging mal viel, viel einfacher.“ Reinhard Möws zielt mit seinem Kommentar auf die möglichen Kosten der legalen Entsorgung.

„Soweit ich weiß, ist die bei uns nicht in den Müllkosten inbegriffen. So schmeißen die Leute den Müll in den Wald oder fahren in die Städte, um ihren Sperrmüll an Ecken, wo am nächsten Tag die Abfuhr kommt, dazuzulegen.“ Dirk Haarhaus mahnt: „Die Fahrt in den Wald wird hoffentlich teurer als die Fahrt zum Recyclinghof.“

Auch Mirko Awe ist wütend. „Immer die Natur verschmutzen, bloß weil man zu faul ist, Sperrmüll zu beantragen.“ Joachim Wölfel meint: „Wer es bis dahin schafft, hätte es auch ordentlich entsorgen können.“ Und Monika Riebe hat einen weiteren Vorschlag, die illegale Entsorgung zu ahnden. „Gleich Arbeitsstunden aufbrummen und fein die Gemeinde entrümpeln.“ Monika Dinse ist entsetzt ob des Verhaltens des Mannes. „Mit 60 Jahren so wenig Verstand? Traurig!“ Ihr Vorschlag: Der Herr solle zum Müllsammeln in seiner Gemeinde eingesetzt werden, „damit er lernt, wie und wo man Müll entsorgt“.

Juliane Lange

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