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Musik für die Augen inszeniert

Ansichtssache 1 Musik für die Augen inszeniert

Musik ist ein Erlebnis, das in allererster Linie über die Ohren wahrgenommen wird. Mit Ausnahme vielleicht von Interpreten wie Tina Turner, dem Sinnbild der Weiblichkeit in allen Lebensphasen.

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Bodypaiting als Tribut an Storm Thorgerson: Seine Plattencover (v. l.) für Black Sabbath („Technical Ecstasy“), Mars Volta („The Widow“), Cranberries („Wake Up And Smell The Coffee“), Muse („Absolution“), 10cc („Deceptive Bends“) und Audioslave („Audiosla

Quelle: ANL / Rex Features

Oder Madonna, der Mutter der Selbstinszenierung des Vortragenden als Gesamtkunstwerk.

Es gibt allerdings noch eine weitere visuelle Komponente, die vielleicht in den modernen Zeiten der CD etwas in den Hintergrund gerückt ist, aber in der Ära der Langspielplatte durchaus ihren wichtigen Platz hatte. Und das war das Album-Design, die Optik des Plattencovers. Weltberühmte etwa wurden die von Roger Dean entworfenen Plattenhüllen der Gruppe Yes oder die von Osibisa. Jetzt aber ist mit Storm Thorgerson vielleicht der Größte dieser Zunft in London im Alter von 69 Jahren an einem Krebsleiden gestorben. Von ihm stammte unter anderem das Cover zu der Pink-Floyd-LP „Dark Side Of The Moon“ (1973). Das simple dreieckige Glasprisma vor schwarzem Hintergrund, in dem sich das Licht in seinen einzelnen Farben bricht, gehört zu den wohl bekanntesten Covern der Musikgeschichte.

Seine Werke waren so berühmt, dass sie beispielsweise auch dem Bodypainter Alison Roper als Vorbild dienten, der mit seiner Version von Thorgersons Bildern in Österreich einen Wettbewerb gewann.

Im Laufe der Jahre wurde Thorgerson zum Chefdesigner von Pink Floyd, entwarf mit seiner Firma Hipgnosis auch die Hüllen von Klassikern wie „Ummagumma“ oder „Atom Heart Mother“. Nebenbei war Thorgerson auch für viele andere Größen der Rockmusik tätig wie etwa unter anderem Bad Company („Bad Co“, 1974), Genesis („The Lamb Lies Down On Broadway“, 1974), Alan Parsons Project („Tales Of Mystery And Imagination“, 1976), die Scorpions („Lovedrive“, 1979), Led Zeppelin („In Through The Outdoor“, 1979), und viele mehr. Zuletzt arbeitete Thorgerson für die Gruppen Biffy Clyro und Muse sowie die australische Drum‘n-Bass-Gruppe Pendulum.

Für Pink Floyd kreierte der Brite insgesamt neun der 14 Studioalben, Gitarrist und Sänger David Gilmour sagte zu seinem Tod: „Storms Ideen waren mit unserer Arbeit untrennbar verbunden. Wir sind über den Tod unseres Freundes sehr traurig.“ iff

OZ

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