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Neun Euro für nichts

Hartz-IV-Satz erhöht Neun Euro für nichts

Von Patrick Tiede

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Da dürfen die Spumante-Korken ja knallen: Bis zu neun Euro mehr kann der gewöhnliche Hartz-IV- Bezieher 2014 monatlich ausgeben. Für zwei Schachteln Zigaretten oder drei Tiefkühlpizzen. Es sind die üblichen Zynismen, die bei jeder Regelsatz-Aufstockung rasch zur Hand sind. Daraus spricht nicht nur Stigmatisierung, auch die bittere Selbstreflexion der Betroffenen selbst. Viele der 6,1 Millionen Hartz- IV-Bezieher glauben nicht mehr an eine Zukunft in echter Arbeit.

Die Politik will das ändern. Fast alle Parteien haben die soziale Frage ins Zentrum des Bundestagswahlkampfes gestellt. Eine Hartz-IV- Reform gilt als drängende Aufgabe der nächsten Regierung. Die stupide Erhöhung der Transferleistungen wäre dabei genauso verkehrt wie die Abschaffung des Systems über Nacht. Das eine würde zu noch mehr Leistungsbeziehern führen, das andere zu existenzieller Not. Richtig ist, den Jobcentern mehr Geld zur Verfügung zu stellen, um sich verstärkt um die Vermittlung Langzeitarbeitsloser kümmern zu können. Mit neun Euro mehr Hartz IV ist niemandem gedient.

 

OZ

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