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Kommentar Nichts ist unmöglich
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06:18 16.01.2015

Prima Klima in Schwerin: Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) können mit ihrer Großen Koalition zufrieden sein. In der aktuellen Umfrage der OSTSEE-ZEITUNG attestiert eine Mehrheit der Menschen im Land dem Kabinett, einen guten Job zu machen.

Großen Verdienst daran haben Sellering und Caffier selbst, die einen guten Draht zueinander haben und die Regierung unaufgeregt führen. Das kommt bei den Bürgern an. Sellering kann sich über hohe Beliebtheitswerte freuen. Mehr als 40 Prozent der Menschen sind mit seiner Arbeit zufrieden. Das ist ein Top-Wert. Galt der Westfale zu Beginn seiner Regierungszeit als manchmal unnahbar und kühl, hat er sich nun gut in die Rolle des Landesvaters eingefunden. Mit Abstand auf dem zweiten Platz in der Beliebtheitsskala folgt Caffier.

Ob es so bleibt, ist mehr als fraglich. In diesem Jahr werden CDU, Linke und Bündnis90/Grüne über ihren Kurs zur Landtagswahl im kommenden Jahr entscheiden. Nach den Ergebnissen der aktuellen OZ-Umfrage ist auch ein rot-rot-grünes Bündnis denkbar, was sich die Bürger auch vorstellen können. Und die Linken sind schon kräftig dabei, sich koalitionsfein zu machen. Es wird SPD und den Bündnisgrünen nicht schwerfallen, die von Linken-Chef Helmut Holter angekündigte Offensive für ein noch kinderfreundlicheres Land und die wirtschaftspolitischen Ziele zu unterschreiben. Es könnte bald vorbei sein mit der Großen Koalition. Zwar ist auch bei den Bündnis/Grünen in MV eine rot-rot-grüne Konstellation umstritten, doch die Option auf eine Regierungsbeteiligung könnte Kritiker schnell verstummen lassen.

Die CDU ziert sich noch mit ihrer Ausrichtung. Wird sie die Grünen umwerben oder sogar die Linken? 25 Jahre nach der Wende, dem Verlust des Koalitionspartners FDP und einem Regierungschef von den Linken in Thüringen, ist nichts mehr unmöglich. Für die CDU, die sich in den Umfragewerten im Vergleich zum Wahlergebnis 2011 verbessern konnte, wird entscheidend sein, wie sie sich personell und inhaltlich profiliert. Im Moment spürt man wenig vom Profil der Christdemokraten.



Andreas Ebel

Kommentar Leyens „schießendes Personal“ - Blöder Witz

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